exekutieren und Ergebnisse zu erzielen. Ich meine, das ist dem Management in der Vergangenheit ordentlich gelungen.
Beim ORF muss man sich überlegen, was, wie es im Management-Deutsch heißt, die KPIs sind, also wonach gemessen wird: Das wird die Reichweite sein, das werden die Geschäftsergebnisse sein, das wird die Publikumszufriedenheit sein und natürlich noch ein paar andere Parameter, die die Ausgewogenheit des Programms betreffen. Und ich denke, das hat ganz gut funktioniert.
Ich bin ein bisschen skeptisch, wenn man sagt, ein Hearing ist ein Allheilmittel, dabei kommt automatisch der Beste heraus, denn wenn es danach ginge, dann hätte man am Ende wahrscheinlich nur redegewandte Zukunftsforscher in Managementpositionen, und da gibt es auch keine Garantie, dass die das besser machen als das bestehende Personal. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Und vielleicht noch eine Analogie: Ich bin davon überzeugt, dass man bei der Auswahl für eine solche Position wirklich einen sorgfältigen Selektionsprozess braucht, bei dem am Ende vielleicht eben ein Hearing stehen kann. Üblicherweise gibt es aber einen Headhunter, der sich auf die Suche nach bestqualifizierten Leuten begibt (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), dann gibt es ein 360-Grad-Feedback, Tiefeninterviews, Referenzen und wieder die Frage: Welche Ergebnisse hat dieser Mann oder diese Frau erzielt? – Das sollte man, wie ich meine, auch hier tatsächlich in den Vordergrund stellen.
Lassen Sie mich eine Analogie anbringen: Hans Peter Haselsteiner, der Sie ja im Stiftungsrat vertritt, ist eine der herausragendsten Manager-Persönlichkeiten und hat ein Lebenswerk hinterlassen, das seinesgleichen sucht. Wie viele seiner Vorstände hat er in offenen Hearings vor der Aktionärsvollversammlung bestellt? – Na ja, keinen einzigen! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Keinen einzigen, und das hat seinen Grund.
Wenn Sie sich den Stiftungsrat heute anschauen, die Persönlichkeiten, die da die Verantwortung tragen, dann muss man sagen: Da sind ja respektable Persönlichkeiten drinnen, denen wir jetzt nicht generell das Misstrauen aussprechen sollten, denn die haben letztendlich auch die aktienrechtliche Verantwortung. Da gibt es hervorragende Leute: ein Embacher, ein Haselsteiner – ich habe es zitiert –, ein Hoscher, ein Steger. Das alles sind Leute, die in ihrem Leben schon ein bisschen etwas gesehen haben und denen man auch ein Urteil zutrauen kann.
Ich gebe Ihnen aber trotzdem recht und ich denke, dass es eine gute Variante wäre, wenn man ein Hearing nicht nur vor dem Stiftungsrat oder vor den Mitarbeitern abhalten würde – da gibt es ja auch Anhörungsprozesse –, sondern wenn man das auch öffentlich austrüge. Ich finde Ihre Idee, dass man das auf ORF III überträgt, durchaus interessant und würde meinen, das könnte ein Beitrag sein, um diese Diskussion zu objektivieren.
Ob es ein Beitrag sein wird, um die Quote zu erhöhen? – Na ja! Es wird wahrscheinlich mehr uns hier interessieren als den Rest der Leute draußen, aber nichtsdestotrotz halte ich das für eine interessante Idee, und wir werden bei den Stiftungsräten, die die SPÖ nominiert hat, auch dafür werben. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Dann ist es aber in der Tat so, dass der Stiftungsrat eine Entscheidung treffen muss, wie er das Verfahren haben möchte, und das ist dann natürlich auch von uns zu respektieren. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ich möchte aber die Diskussion etwas trennen, denn einerseits geht es hier um eine Führungsaufgabe, die natürlich jetzt einmal zu beantworten ist, und dann gibt es einen Punkt, den man natürlich nicht wegreden und ignorieren darf, und das ist die
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