Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll171. Sitzung / Seite 224

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Ein Zeitungsartikel im „Standard“ vom 11. März 2017 hat es auf den Punkt gebracht: „Da­mit brachte Landeshauptmann Wilfried Haslauer zuwege, woran seine Vorgänger ge­scheitert waren.“ Es ist gut so, und das sollte auch an dieser Stelle hervorgehoben und gewürdigt werden.

Mein besonderer Dank und der Dank der Salzburgerinnen und Salzburger gilt auch Herrn Finanzminister Hans Jörg Schelling, dem Vizekanzler und auch Kulturminister Tho­mas Drozda für die Unterstützung bei dieser Übertragung. Ohne die Bereitschaft der res­sortzuständigen Minister wäre das nicht möglich gewesen.

Geschichtlich betrachtet ist es ein wichtiges Ereignis. Im Jahr 1816 hat ja Salzburg sei­ne Eigenständigkeit verloren und damit auch die Liegenschaften und diese Kunstwer­ke. Nach 200 Jahren ist es erfreulich, dass wir alles, wie man so schön sagt, wieder zu­rückbekommen haben. Das ist eine Geschichte mit Happy End für Salzburg, für die Bür­gerinnen und Bürger, daher noch einmal mein Dank an die Bundesregierung und an die zuständigen Minister. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

19.41


Präsident Ing. Norbert Hofer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Unterrainer. – Bitte.

 


19.41.19

Abgeordneter Mag. Maximilian Unterrainer (SPÖ): Ich spreche zum IAKW-Finanzie­rungsgesetz. Wien ist eine der bekanntesten und beliebtesten Kongressstädte der Welt, und damit das auch so bleibt, müssen wir in das ACV, das Austria Center Vienna, in­vestieren und es weiter ausbauen.

Herr Präsident! Herr Minister Schelling! Kolleginnen und Kollegen! Auf der Galerie ist zurzeit niemand. Alle Zuschauer vor den Fernsehgeräten seien herzlich gegrüßt! Allein dieses Jahr werden im ACV 13 Großkongresse abgehalten, und der Terminkalender ist laut Presseaussendung prall gefüllt. Es finden in Wien jährlich über 4 000 Kongresse statt.

Jetzt kann man sich natürlich fragen: Was geht es den Bund an, es ist ja eigentlich ei­ne Wiener Angelegenheit? Warum schießt der Staat überhaupt 20 Millionen € zu? – Ganz einfach, weil es sich mehr als auszahlt. Die Wertschöpfung, die hinter all diesen Dingen steht, macht unglaubliche 377 Millionen € aus, wobei ein Drittel in Wien bleibt und zwei Drittel ins Land fließen. Im Jahr 2016 gab es mehr als 461 000 Nächtigungen, das bedeutet 94 Millionen € für die öffentliche Hand. Das sind imposante Zahlen, und wenn man bedenkt, dass der Tagungstourist ungefähr 534 € pro Tag ausgibt, dann kann man sagen, das ist eine wahrlich erkleckliche Summe.

Was ist nun das Wichtige für den Tagungstouristen? – Die Befragungen zeigen ganz ein­deutig, dass es die Infrastruktur und die Einrichtungen sind. Ein Tagungszentrum wie das Austria Center Vienna ist ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil für die Stadt Wien, aber auch für ganz Österreich.

Wir können uns glücklich schätzen, in einem Land zu leben, in dem andere Urlaub ma­chen (Abg. Neubauer: Das kann ich in der Türkei auch machen!), und das meine ich jetzt nicht süffisant, sondern vielmehr sind diese Tagungszentren ein gewaltiger Wett­bewerbsvorteil und Wettbewerbsfaktor und eine wunderbare Visitenkarte für uns alle. Die Dynamik, die von diesen Kongressen ausgeht, darf dabei auch nicht vernachlässigt werden, und dass wir dabei europäische Metropolen wie Paris hinter uns lassen, ist auch eine Tatsache und eine schöne Sache.

Eines muss aber ganz klar gesagt werden: Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, hat bereits verloren, und die Experten und Expertinnen sagen voraus, dass wir als Tagungs-


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