Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll183. Sitzung / Seite 148

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sehschirmen! Wir diskutieren heute den Bericht des Bundesministers über die Lage der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Österreich 2016.

Einige meiner Vorredner haben schon berichtet, dass es eine überaus erfolgreiche Saison war. 41,5 Millionen Personen haben in Österreich Urlaub gemacht, insgesamt wurden 141 Millionen Nächtigungen verzeichnet – ein Plus von 4,2 Millionen. Es gibt noch weitere positive Punkte, wie zum Beispiel die Umsätze im Tourismus, die nominell um 4, aber real um 1,7 Prozent gestiegen sind. Und wir haben auch in der Gastronomie einen Anstieg bei den unselbständig Beschäftigten auf 208 000. Das sind viele positive Signale. Zusätzlich ist die Investitionsbereitschaft im Tourismus von einem Kreditvolumen von 143 Millionen € auf 221 Millionen € gestiegen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es zeigen sich aber auch Veränderungen im Tourismus. Ich möchte kurz erklären, was ich darunter verstehe und welche Zahlen das zeigen: 1990 haben Gäste noch sechs Tage hintereinander Urlaub gemacht, 2016 sind es nur noch drei Tage. Das beweist, es gibt eine klare Veränderung. Das Positive daran ist, dass öfter Urlaub gemacht wird. Die meisten Nächtigungen buchen – bei internationalen Gästen – die Holländer, Belgier und Luxemburger mit über fünf Nächtigungen.

Erwähnenswert ist die höhere Qualifikation der Hotelbetriebe. Wenn man die Jahre 1991 bis 2016 – also 25 Jahre – betrachtet, ist die Nachfrage nach 1- und 2-Stern-Betrieben von 33,5 auf 12,1 Prozent gesunken. Am anderen Ende der Skala, im Top-Segment, ist die Nachfrage von 30 auf über 56 Prozent gestiegen. Das heißt, die Men­schen wollen deutlich bessere Qualität. Dafür sind jedoch viele Investitionen notwen­dig. Danke an die Unternehmer, die diese Fakten schaffen und das unter­stützen. (Beifall bei der SPÖ.)

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte aber jedenfalls auch die Rah­menbedingungen ansprechen. Viele Faktoren spielen klar zusammen und begründen, warum Menschen nach Österreich kommen. Sportliche Herausforderungen sind dabei ein wichtiger Punkt, es gibt aber auch finanzielle Hürden. Natürlich gibt es in diesem Bereich Förderungen, so zum Beispiel vom Sozialministerium. Dieses fördert gerade die aktive Integration von 42 000 Menschen in den Arbeitsmarkt. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Eingliederungshilfen für Frauen und Ältere. Natürlich stehen wir nicht am Schluss, sondern es gibt immer wieder Rahmenbedingungen, die wir verändern kön­nen.

Im Bereich Tourismus- und Freizeitwirtschaft gehört auch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank erwähnt, die wichtige Beiträge zur Unterstützung des Tourismus leistet.

Ich möchte noch einen Punkt ansprechen: den Tourismus in Niederösterreich. Auch da sind wir erfolgreich und haben einen starken Anstieg zu verzeichnen. Die letzte Wintersaison war die beste Wintersaison in der Geschichte Niederösterreichs, was sehr positiv für unser Bundesland ist.

Die Kooperation und die Abstimmung mit starken Partnern sind auch sehr wichtig. Dazu möchte ich ein Beispiel anführen, nämlich Schloss Hof in meinem Bezirk Gän­serndorf, das seit mehreren Jahren sehr eng mit der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. kooperiert. Da sieht man, wie Fachleute etwas voranbringen kön­nen. Wir haben vor einigen Jahren rund 100 000 Besucher angesprochen, mittlerweile sind wir bei knappen 250 000 Besuchern, und heuer könnten es sogar noch mehr werden – bis zu 300 000 sind prognostiziert.

 


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