Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll9. Sitzung / Seite 159

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niger essen müssen, das ist auch gesund. (Ironische Heiterkeit und Ruf bei der SPÖ: Geht’s noch ein bissl tiefer, Herr Kollege?) Letztlich ist das Leben wahnsinnig unge­sund, und es führt immer zum Tod.

Man kann natürlich viel tun, um gesund zu bleiben, nur macht das null Spaß; und das ist genau der Punkt. Das heißt, Ihre spaßfeindliche Einstellung, die sollten Sie sich abgewöhnen. (Abg. Schieder: Ist das ein Spaß, was Sie da reden? Das ist kein Spaß! – Abg. Rendi-Wagner: Es geht ums Passivrauchen, das ist nicht spaßig! Es geht um Leben und Tod!) Mir ist vollkommen klar, dass Sie in die Fußstapfen der Grünen, die leider oder Gott sei Dank nicht mehr im Parlament sind, als Verbotspartei treten wollen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sehen das aber anders, wir wollen keine Verbotspartei sein, sondern wir sind die Partei der mündigen Bürger, und das wollen wir auch bleiben. (Abg. Strolz: Du bist ein zynischer Opportunist!) Und das mit der Verbotspartei, das ist Ihr Bier. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

16.25


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Gerald Loacker. – Bitte.

 


16.25.26

Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bun­desministerin! Sehr geehrter Herr Vizekanzler! Es ist nicht verwunderlich, dass sich die FPÖ auf dem politischen Transfermarkt Robert Lugar eingekauft hat, da sich alle Per­sonen, die sich mit der Materie auskennen, für eine solche Rede nicht hergeben wür­den. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS, SPÖ und Liste Pilz.) Frau Dr. Belakowitsch als Gesundheitssprecherin würde nie hier stehen und so einen Unfug zum Besten geben. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Es würde Frau Dr. Povysil als Ärztin niemals so etwas zum Besten geben, und es würde natürlich der Apotheker Mag. Kaniak auch nie so über ein Gesundheitsthema sprechen, weil es diese Personen in ihrer Intellektualität selbst beleidigen würde. (Abg. Rosenkranz: Ein bissl mehr Toleranz würde ich mir schon erwarten!) Deswegen brauchen Sie solche Zugänge in Ihrem Klub. Man ist wirk­lich beschämt, hier so etwas zu sehen. (Abg. Jarolim: Herr Kollege, man sieht auch, dass Unverstand ...!)

Es ist unstrittig, dass in jedem Land, das ein Rauchverbot in der Gastronomie einge­führt hat, augenblicklich die Anzahl der Schlaganfälle zurückgegangen ist, die Anzahl der Herzinfarkte augenblicklich zurückgegangen ist. Natürlich zieht es sich bei Themen wie Lungenkrebs etwas länger hin, bis man die positiven Effekte sieht. Aber so etwas können Sie nicht abstreiten. Jeder, der sich auskennt, muss sich jetzt des Redens ent­ziehen, sonst wäre er heraußen beschämt.

Auf der ÖVP-Seite ist es nicht viel besser: Herr Professor Smolle kommt auch nicht heraus und bezieht Stellung, von Gesundheitssprecherin Gabi Schwarz habe ich zum Thema Rauchverbot noch gar nichts gehört, außer einer eher schwurbeligen Äußerung gegenüber Radio Burgenland (Abg. Schwarz: Recherche!) ist da nicht viel gekommen.

Es ist auch kein Zeichen von Stärke, wenn man alle möglichen Leute ans Rednerpult schmeißt plus die ganzen Gastronomen, die man in den Reihen hat, aber die, die sich mit Gesundheit beschäftigen, verschweigen sich zum Thema. Ich halte das schon für hochgradig schwach! (Abg. Neubauer: Sie sind ja ein ausgewiesener Gesundheits­experte!) – Herr Kollege Neubauer, mit Ihnen nehme ich es mit dem linken Finger auf. (Heiterkeit und Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Wie viele linke Finger ha­ben Sie? – Abg. Gudenus: Zehn linke Finger!)

Es gibt an diesem Gesetz, das im Mai in Kraft treten sollte, durchaus einiges zu ver­bessern, wir haben das damals bei der Beschlussfassung schon vorgebracht. Zum Bei-


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