Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll11. Sitzung / Seite 49

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gramm klar festgelegt, dass sie nicht nur den Wert und die Bedeutung dieser Aus­bildungsformen stärken möchte, sondern auch jene, die eine solche Ausbildung an­streben, zusätzlich noch unterstützen will. Weiters soll die Ausbildung in den Betrieben gestärkt und auch gefördert werden.

Dazu sind viele Maßnahmen angedacht. Unter anderem soll die Schwerpunktbildung im Bereich der Neuen Mittelschule gefördert und auch ausgeweitet werden und es sollen die Anpassung des Lehrberufkatalogs mit aktuellen Berufsbildern und natürlich auch die Anpassung an die Anforderungen des digitalen Zeitalters erfolgen. Zu nennen sind weiters die Förderung von Ausbildungsverbünden zur gemeinsamen Ausbildung von Lehrlingen durch mehrere Betriebe und auch die Etablierung der Lehrlings­ausbildung nach der Matura bis hin zur Entwicklung eines Stipendiensystems für Meisterprüfungen – und es gibt noch viele weitere Maßnahmen, die seitens der Bun­des­regierung angedacht sind, um die Lehrlingsausbildung zu attraktivieren. Der Wert der Lehrlingsausbildung hat Priorität für die neue Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.)

Junge Menschen bewegt aber nicht nur ihre Ausbildung, sondern natürlich auch das Thema Wohnen. Die Bürgerinitiative„Billiger wohnen jetzt! Junges Wohnen muss bezahlbar werden!“ spricht ein sehr, sehr wichtiges Thema an. Wohnen ist und bleibt ein Grundbedürfnis und bedarf daher ausgewogener Regelungen. Langfristig ist Eigen­tum für viele Menschen die angestrebte Form des Wohnens, und wir müssen daher alles unternehmen, damit wieder vermehrt Wohnraum im Eigentum erworben werden kann. Eines ist ganz klar: Bei steigender Nachfrage und somit bei steigenden Preisen können wir die Gesamtsituation nur verbessern, wenn wir das Angebot insgesamt erhöhen. Darum müssen wir Anreize für Neubauten schaffen, wir brauchen weitere Anreize für mehr Investitionen in den Wohnbau und in das Wohnumfeld, durch­greifende Sanierungsmaßnahmen und Wiedervermietungen von freistehendem Wohn­raum. So kann man den Bedarf an leistbarem Wohnraum mittel- und langfristig auch decken.

Weiters brauchen wir weniger Vorschriften und bessere Abschreibungsregelungen. Sozialer Wohnbau soll jenen zugutekommen, die ihn auch brauchen. Junge Menschen sollen unterstützt werden, wenn es um das Thema Wohnen geht – darin sind wir uns alle einig. Mit den oben angeführten Maßnahmen wollen wir unterstützend eingreifen, damit das Wohnen für alle auch leistbar ist.

Die Bürgerinitiativen werden den jeweiligen Fachausschüssen zugewiesen und werden dort weiterbehandelt und eingehend diskutiert. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gudenus.)

11.34


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster spricht Herr Abgeordneter Konrad Antoni. – Bitte.

 


11.34.26

Abgeordneter Konrad Antoni (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ich möchte eingangs noch einmal kurz auf meine Vorrednerin Frau Abgeordnete Melanie Erasim eingehen, die sich intensiv mit der von der Gewerkschaft vida im Bereich Linienbusse eingebrachten Bürgerinitiative und dem Bestbieterprinzip be­schäftigt hat, und möchte ihre Argumentation wirklich nochmals ganz, ganz nachdrück­lich unterstreichen, weil in dieser Bürgerinitiative die besondere Bedeutung für die Arbeitnehmerinnen und die Arbeitnehmer, aber auch für die Kunden sehr klar und deutlich herausgearbeitet wurde. So lese ich in dieser Bürgerinitiative auch, dass beim Bestbieterprinzip auch besonderes Augenmerk auf die Qualität für die Fahrgäste gelegt werden muss.

 


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