Circa 3 530 filmschaffende Unternehmungen arbeiten in Österreich an dieser Identitätsstiftung, und diese überwiegend kleinstrukturierten Unternehmungen erwirtschaften einen Umsatz von 650 Millionen Euro und beschäftigen circa 5 500 Mitarbeiter. Ich bedanke mich im Namen aller Unternehmungen in der Filmwirtschaft, dass in diesem Budget die Filmförderung im selben Ausmaß beibehalten worden ist, denn dieses Geld ist ein Investment in das Image Österreichs genauso wie in die Wirtschaftsbereiche, die bei einer Filmproduktion nachgelagert sind. Es ist nicht die Produktion allein, sondern denken wir zum Beispiel an Masken- oder Kostümbildner, an Handwerker, die im Settingbereich tätig sind, und an viele, viele mehr. Es hat aber auch eine mittelbare Auswirkung, denn durch das internationale Interesse am österreichischen Film hat auch der Tourismus in Österreich etwas davon. Somit ist das eine Investition mit einem gewaltigen Return on Investment, wofür ich herzlichen Dank sage. (Beifall bei der ÖVP.)
Ein ganz kurzes Wort möchte ich noch an Frau Mag. Becher richten, die sozusagen die Beschwerde vorgebracht hat, dass es keine konkreten Aussagen darüber gibt, wer welche Förderung bekommt: Förderungen haben genau diese Besonderheit, dass man um sie ansuchen muss. Das garantiert auch die Vielfalt in Kunst und Kultur, und das ist gut so. Ich glaube, es ist nicht in unserem Sinne, dass wir per se immer allen das Gleiche geben, sondern dass es wirklich Individualität gibt. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
17.53
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christoph Stark. – Bitte.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe politikinteressierte Menschen! Das ist heute mein erster Plenartag zum Thema Budget. Ich habe diese Diskussion heute verfolgt, habe der Opposition zugehört und ich muss sagen, man könnte meinen, mit diesem Budget ist Österreich doch glatt dem Untergang geweiht. Ich frage Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Opposition: Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie, dass eine breit gewählte Mehrheit das will? Glauben Sie im Ernst, dass wir es schlecht meinen mit Österreich, mit unserer Heimat und mit den Menschen? Wir sind gewählt worden, weil wir die besseren Ideen und die guten Konzepte haben, und genau das wollen wir mit diesem Budget auch umsetzen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Österreich ist eine Kulturnation, und ich unterstelle jetzt allen Anwesenden, dass wir diesen Satz gerne unterschreiben. Wenn wir heute dieses Hohe Haus verlassen und über den Heldenplatz marschieren und dort auf Menschen aus aller Welt treffen, die sich an unserer Bundeshauptstadt erfreuen, an den Kulturgütern der Bundeshauptstadt, an all dem, was hier geboten wird, dann erfüllt das mich persönlich und viele andere, wie ich glaube, auch mit Stolz, mit Freude und auch mit einem guten Teil Patriotismus. Drehen wir die Zeit nur ein paar Monate zurück, zum Beispiel zum Neujahrskonzert: Wenn dieses Ereignis in 90 Länder der Erde übertragen und von 50 Millionen Menschen gesehen wird, die begeistert sind, dann erfüllt auch das uns alle mit Freude und mit Stolz und mit eben diesem guten Stück Patriotismus.
Vieles, nicht alles, aber vieles von dem fußt auf einem angemessenen Kulturbudget, deshalb möchte ich Bundesminister Blümel dafür danken, dass er das Budget nicht nur fortgeschrieben, sondern noch erhöht hat. Das ist eine nachhaltige und gute Basis für die Kulturarbeit in unserem Land.
Kultur findet überall statt, und das haben wir zu gewährleisten. Wir müssen dieses Kulturbewusstsein ausbauen und stärken, denn Kultur ist eine Frage dessen, wie wir mit-
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