ehrenamtliche Engagement vieler Österreicherinnen und Österreicher verhöhnen. (Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Griss.)
Herr Sportminister – (in Richtung Bundesminister Strache blickend) ganz kurz, ich bin schon am Schluss, das ist der letzte Satz (die Abgeordneten Rosenkranz und Kitzmüller: Er hört eh!) –, ich hoffe, dass Sie im Zuge Ihrer Amtsausübung als Sportminister das eine oder andere Integrationssportturnier besuchen und dabei die großartige Stimmung aufsaugen (Abg. Haider: Aber bei jedem Verein! Bei jedem Verein geht das!) und dann hoffentlich verstehen, dass Sie nicht bei jungen Mädchen wie Frahnaz aus Afghanistan den Rotstift ansetzen sollen, denn vielleicht (Abg. Martin Graf: Bei jedem Verein in Wien geht es nur um Integration! Bei jedem Verein in Wien!) – jetzt kommt nur noch ein Halbsatz, bitte Contenance! (Heiterkeit bei Abgeordneten von Liste Pilz und SPÖ) – sind Sie dann dafür verantwortlich, dass Österreich eine zukünftige Frauenfußballspitzensportlerin entgeht. (Beifall bei der Liste Pilz, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Griss.)
16.33
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet hat sich der Herr Vizekanzler. – Bitte.
Bundesminister für öffentlichen Dienst und Sport Vizekanzler Heinz-Christian Strache: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zuallererst einmal danke für diesen heutigen Antrag, denn es wurde ja zu Recht festgehalten, dass der letzte Sportbericht vor zehn Jahren dieses Hohe Haus erreicht hat, was eine sehr, sehr lange Zeit ist, und dass wir gerade in diesem Bereich einfach auch mehr Transparenz leben sollten. Wir sollten vor allen Dingen auch im Rahmen eines Berichts, den wir vorlegen, die Erfolge und Entwicklungen in messbarer Form dargestellt finden und darüber diskutieren können, denn unser Anspruch ist natürlich, besser zu werden und gerade in diesem Bereich über alle politischen Parteigrenzen hinweg als Sportnation erfolgreicher zu sein.
Auch wenn das bewegte Parlament vorhin zumindest vorbildhaft schon eine gute Übung geleistet hat, ist sozusagen auch das entsprechende Bewusstsein in der Bevölkerung notwendig; dort müssen wir ansetzen und natürlich nachschärfen. Im Rahmen der Sportstrategie, die wir in den letzten Wochen auch schon mehrfach diskutiert haben, haben wir genau diesen Ansatz gewählt. Ich habe viele, viele Sportlerinnen und Sportler eingeladen und wir werden auch die Öffentlichkeit einladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen.
Ich sage bewusst: Es ist schön, wenn man erlebt, dass Sportpolitik über alle Parteigrenzen hinweg offenbar gelebt wird und allen ein Anliegen ist, denn das sollte sie auch sein. Wir haben es hier mit einem Bereich zu tun, der gesellschaftspolitisch eine unglaubliche Wertigkeit hat und der leider in den letzten Jahren da oder dort in der politischen Umsetzung nicht ganz diese Wertigkeit erfahren hat.
Die rund 15 000 Vereine des organisierten Sports in Österreich mit den Zigtausenden Freiwilligen, die im Ehrenamt tätig sind, unterstützen wir ja mit den Sportförderungen, die wir sicherstellen.
Und: Sport, Frau Kollegin – das war sehr polemisch, was Sie gemacht haben –, ist generell Integration. Alles, was mit Sport zu tun hat, ist gelebte Integration! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Die Zigtausenden Vereine, die wir fördern und deren Arbeit wir sicherstellen, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die sich dort engagieren, leben tagtäglich diese Integration – und Sie tun so, als gäbe es die nicht! Das ist tagtägliche Realität bis in
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