den kleinsten Winkel aller Gemeinden und Orte hinein! Genau darum geht es, und deshalb muss man das natürlich viel, viel breiter sehen – und nicht irgendwie ein Projekt herausgreifen, so wie Sie es getan haben. Wir haben ja darüber hinaus einige spezifische Projekte, ob das Mamanet ist, ob das Bewegt im Park ist, und auch das hat mit Integration und Sport zu tun. Das soll aber natürlich immer ein zusätzlicher Anschub – und nicht die Hauptaufgabe eines Sportministeriums – sein. Wenn es dann um Sozialarbeit geht und wenn es um Integrationsarbeit im eigentlichen Sinn geht – darüber hinaus nämlich, abseits des Sports –, dann sollen das bitte auch die zuständigen Ministerien tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Wir im Sport leben Integration in allen Bereichen, und deshalb lasse ich das auch nicht gelten, was Sie hier polemisch zum Besten gegeben haben.
Und ja, da gibt es Zigtausende Freiwillige, die ein unglaubliches Engagement an den Tag legen – und die es auch nicht verdient haben, dass man das dann so falsch darstellt –, die sich für Bewegung und Sport einsetzen.
Vom Breitensport her erkennen wir dann auch rechtzeitig bei den jungen Menschen viele, viele Talente, die vorhanden sind. Sie werden speziell gefördert und in Richtung Spitzensport geführt, sodass heute in Österreich spitzensportliche Leistungen in vielen, vielen Segmenten in einem unglaublichen Ausmaß gegeben sind.
Der neue Sportbericht soll natürlich auch ein wertvolles Nachschlagewerk für sportaffine Menschen sein, mit dem wir, ich sage das ganz bewusst, messbare Kriterien haben und messbar auch für die Zukunft dokumentieren können – das ist unser Anspruch –: Was ist besser geworden? Was haben wir zusätzlich möglich gemacht? – Wir haben da ja viele Ideen, die wir jetzt Schritt für Schritt in Umsetzung bringen wollen.
Das ist ein Leistungsnachweis für den Sport in Österreich, und da geht es natürlich um viele gesellschaftspolitisch relevante Bereiche, Querschnittsmaterien, die sich auch überschneiden.
Wir haben schon gehört, der Sport hat in Österreich eine unglaubliche Kraft: 17 Milliarden Euro Wertschöpfung, da sind wir Europameister. Andere Länder in der Europäischen Union können da nicht ansatzweise mithalten, was diese Kraft betrifft, die hinter dem Sport steht und die natürlich der Wirtschaft etwas bringt, dem Tourismus etwas bringt, aber auch dem sozialen Bereich, der Integration etwas bringt und vor allen Dingen im Bereich der Prävention, wenn es um Gesundheit geht, wirkt. Jeder Euro, der da investiert wird, spart uns im Gesundheitssystem 5 Euro.
Genau deshalb ist es so wichtig, da erfolgreicher und nachhaltiger zu werden und das auch zu dokumentieren. Deshalb soll dieser Sportbericht natürlich auch einen Ausblick auf künftige Vorhaben enthalten, samt Wirkungsabschätzungen für zukünftige gesellschaftspolitische Entwicklungen. So gesehen ist der Sportbericht eine geeignete und richtige Grundlage, damit wir uns dann auf Basis der Fakten unterhalten, einen Diskurs führen, da oder dort evaluieren und noch besser werden können.
Deshalb ist es so wichtig und erfreulich, dass es auch hier im Hohen Haus breite Sportdebatten gibt. Das ist etwas, was man leider in der Vergangenheit vermissen musste. Da hat man da und dort schon den Eindruck gehabt, der Sport wurde stiefmütterlich behandelt, und es wurde ihm nicht der Stellenwert zuerkannt, den er in unserer Gesellschaft hat. Es ist mein Anliegen, das zu ändern, und dafür benötigen wir natürlich die Unterstützung aller sportaffinen Menschen.
Umgekehrt erwarten aber auch die sportaffinen Menschen, dass wir sie stärker unterstützen, bis hin zu den Spitzensportlern, die einfach auch grundsätzlich mehr Wertschätzung verdient haben und die wir auch als Testimonials, nämlich im besten
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