Sinn als Vorbilder für unsere Gesellschaft, für unsere Kinder, einsetzen sollten. Diesbezüglich gibt es da oder dort zu Recht Kritik, dass in manchen Verbänden oder Vereinen vielleicht eine Funktionärspolitik betrieben werden könnte, bei der man leider nicht auf die wirklich erfolgreichen Spitzensportler zurückgreift und bei der man eher den Eindruck hat, es ist dort nicht eine gelebte Sportpolitik, sondern vielleicht doch Parteipolitik gegeben. Das sollte man dort in Zukunft auch hintanstellen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ich darf mich daher heute bei Ihnen hier im Hohen Haus für diesen Antrag bedanken. Das ist ja ein Auftrag, der an den Sportminister gerichtet ist, und ich nehme ihn freudig und gerne an, denn das ist der richtige Schritt. So gesehen danke ich allen, die sich auch in den Debatten des Budgetausschusses, aber auch in den vergangenen Debatten im Ausschuss sehr positiv eingebracht haben. Ich nehme jede Kritik ernst, wenn sie berechtigt ist, keine Frage; sie ist auch willkommen, aber dort, wo sie halt nicht berechtigt ist, werde ich sie auch aufklärend zurückweisen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
16.40
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Antoni ist zu Wort gemeldet. – Bitte.
Abgeordneter Konrad Antoni (SPÖ): Sehr geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Den Sportbericht unterstütze ich, den werden wir geschlossen unterstützen, keine Frage.
Ich möchte zwei Bereiche aus dem Antrag herausnehmen, da sie doch von besonderer Bedeutung sind. Das ist Punkt 9, bei dem es darum geht, „mehr Menschen zu Bewegung und Sport zur Stärkung der Gesundheit“ zu bringen, und es ist auch der darauffolgende Punkt 10, bei dem es um die „Bereitstellung von sportspezifischen Angeboten“ geht, um nicht so aktiven Menschen den Sport näherzubringen. – Ich denke, gerade da liegt die große Herausforderung, denn jene Menschen, die Leistungssport betreiben, steigern sich ohnedies Tag für Tag und brauchen nicht extra zum Sport aufgefordert zu werden, aber all jene Menschen, die derzeit noch sportfern sind, dem Sport näherzubringen, wird die große Herausforderung sein.
Wir kennen ja in der heutigen Zeit leider Gottes bereits bei jungen Menschen die Diagnosen Übergewicht, Diabetes, motorische Auffälligkeiten und so weiter. Das sind alles Konsequenzen eines bewegungsarmen Alltags, und daher finde ich diesen Punkt besonders wichtig. Wenn der Sportbericht dahin gehend mitwirkt, das zu verbessern, umso besser.
Eines möchte ich zum Abschluss auch noch erwähnen: Auch wenn es jetzt über einen längeren Zeitraum keinen Sportbericht gegeben hat, so möchte ich doch darauf hinweisen, dass es in vielen anderen Bereichen, vom Bildungsbereich über den Gesundheitsbereich bis hin zum touristischen Bereich, immer wieder Maßnahmen gegeben hat, um die Menschen zur Bewegung zu bringen und die Menschen von einer gesunden Lebensweise zu überzeugen, so auch erst in der jüngsten Vergangenheit, wo es mit dem Nichtraucherschutzgesetz eine Möglichkeit gegeben hätte, bei dem aber die Regierungsparteien noch anderer Meinung gewesen sind.
Abschließend: All jene Menschen, die einmal geraucht haben, aber auch jene Menschen, die rauchen, wissen von der Gefahr dieser Sucht, wissen aber auch, dass diese Sucht unweigerlich auch zu Bewegungsarmut führt, da einem durch das Rauchen schlichtweg der Atem fehlt. Wenn dieser Bericht jetzt auch eine Möglichkeit bietet, vielleicht schneller als kürzlich von Ihnen beschlossen zu einem rauchfreien Raum zu
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite