abgeschlossen hat“. Ich zitiere weiter: Am Ende des Tages geht es bei diesem Abkommen um die Reputation Österreichs und um den Wirtschaftsstandort. – Zitatende.
Ich habe hier Herrn Klubobmann Kern zitiert, und ich stimme ihm vollkommen zu. Es geht um den Wirtschaftsstandort Österreich, es geht um die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch dieses Abkommen, das mit Kanada, einem der am höchsten entwickelten Industrieländer der Welt, abgeschlossen wird. Es ist ein qualitativ hochwertiges Abkommen, das zum Nutzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen – und zwar nicht nur der großen Unternehmen, sondern auch der kleinen Unternehmen – ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ich möchte Ihnen hierzu ein paar Zahlen mitgeben: Der Außenhandelsüberschuss Österreichs mit Kanada beträgt 700 Millionen Euro zugunsten der österreichischen Unternehmen und er soll mehr werden. 1 400 österreichische Unternehmen und ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer exportieren nach Kanada. Ceta wird circa 15 000 neue Arbeitsplätze in Österreich schaffen und eine Einsparung auf europäischer Ebene bei Zöllen bringen, die immerhin 600 Millionen Euro pro Jahr ausmacht. 125 österreichische Unternehmen haben Niederlassungen in Kanada, davon 14 mit Produktionsstätten. Es geht uns darum, diese Investitionen österreichischer Unternehmen in Kanada – und es sind immerhin 1,6 Milliarden Euro, die österreichische Unternehmen in Kanada investiert haben – zu schützen und die Unternehmen zu unterstützen.
Werfen wir einen Blick in die andere Richtung: Müssen wir uns vor kanadischen Unternehmen fürchten? – Ich sage: Nein. Magna hat viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Österreich in der Steiermark, Bombardier hat sie in Wien, BRP-Rotax, Teil der Bombardier-Gruppe, in Oberösterreich. Es sind insgesamt 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser kanadischen Unternehmen in Österreich tätig. Auch sie wollen wir dabei unterstützen, ihre Arbeitsplätze sichern und ihnen eine Basis dafür geben, dass sie hier in Österreich auch weiterhin gut wirtschaften können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Da immer wieder von Großkonzernen gesprochen wird, muss ich etwas dazu ergänzen. Herr Klubobmann Kern, Sie wissen sehr genau – Sie waren vor nicht so langer Zeit, genauso wie ich, selbst CEO –, dass die amerikanischen Unternehmen, um die es da oft geht, schon sehr lange in Europa sind, ihre Niederlassungen in Europa haben und dabei auch europäisches Recht zur Anwendung kommt. Diese Großkonzerne brauchen nicht den Weg über Kanada zu nehmen, um in Europa tätig zu werden.
Es geht uns in erster Linie um die mittelständischen Unternehmen, und dazu möchte ich Ihnen ein paar Beispiele geben. Es ist das Unternehmen Ölmühle Haindl aus der Steiermark, das Kernöl erzeugt, das sieben Mitarbeiter hat, das sagt, dass die Bestellungen in letzter Zeit zugenommen haben, dass die letzten beiden Lieferungen ohne Zölle erfolgt sind und dass das gut für ihr Unternehmen ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Es ist das Unternehmen Praher Plastics aus Oberösterreich mit 200 Mitarbeitern, und siehe da, das Unternehmen hat auch in Kanada 50 Mitarbeiter in der Produktion. Erzeugt werden Plastikarmaturen und Rohre, und auch dieses oberösterreichische Unternehmen verzeichnet mehr Nachfrage und hat mehr Aufträge.
Das Gleiche gilt für Tirol: Auch Alois Hirschhuber hat mit seiner Bergkäserei Zillertal und seinen zehn Mitarbeitern mehr Geschäft, als er bisher hatte. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Das gilt für das Weingut Nadler in Niederösterreich mit drei Mitarbeitern genauso, wobei ich diese Liste sehr lange fortsetzen könnte.
Ich möchte noch einmal zusammenfassen: In den letzten sechs Monaten war ein Teil dieses Abkommens mit Kanada, wie Sie richtig bemerkt haben, schon in Ausführung.
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