• In diesen Gegenständen soll „ein gemeinsamer Kern“ bundesweit und schultypenübergreifend einheitlich geprüft und extern beurteilt werden.
• Gleichzeitig sollen die Schulen die Möglichkeit erhalten, schultypen- und schul-profilspezifische Inhalte mit eigenen Aufgaben schulautonom selbst abzuprüfen.
• Bei Prüfungen im Rahmen der Zentralmatura sollen künftig verstärkt moderne Konzepte wie „Open Book Testing“ und internetfähige Geräte zum Einsatz kommen, um damit auch der Medienkompetenz zeitgemäßen Raum zu geben.
• Die Zentralmatura ist zudem in ein umfassendes und kohärentes Evaluations- und Schulentwicklungskonzept einzubetten.
• Ein Katalog bundesweit anerkannter Kriterien für Schulqualität und deren Evaluation soll entwickelt werden.
• Es soll ein Rahmen geschaffen werden, in dem schulautonom kooperative Reflexions- und Entwicklungsprozesse, unter Begleitung der zuständigen Behörde, wachsen können.
• Schulstandorte sollen verstärkt in Peering-Projekten vernetzt werden.
• Die Schulbehörde soll so schrittweise von einer Regulierungsbehörde zu einer professionellen Begleitung für Qualitätsentwicklung im Schulsystem umgebaut werden."
In formeller Hinsicht wird verlangt, diesen Antrag im Sinne des § 74a Abs.1 iVm § 93 Abs. 2 zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu behandeln und einem der Antragssteller Gelegenheit zur mündlichen Begründung zu geben.
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Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf Abgeordnetem Dr. Strolz als Antragsteller zur Begründung des Dringlichen Antrages das Wort erteilen. Gemäß § 74a Abs. 5 der Geschäftsordnung darf die Redezeit 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte.
Abgeordneter Mag. Dr. Matthias Strolz (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Hallo (in Richtung des soeben den Saal betretenden Bundesministers Faßmann), Herr Bildungsminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bürgerinnen und Bürger, vor allem liebe Schülerinnen und Schüler, falls ihr mit dabei seid!
Circa 45 000 Schülerinnen und Schüler haben in diesen Wochen ihre Reifeprüfung. (Abg. Jarolim: ... der Herr Bundeskanzler auch?) – Der Herr Bundeskanzler hat sie hinter sich, das ist schon ein paar Jahre her, danke der Nachfrage! Diese teilzentrale Matura, die wir haben, feiert heuer das zehnjährige Jubiläum. Sie wurde 2008 angestoßen, und es hat dann einige Jahre gedauert, bis sie im Klassenzimmer ankam. Heuer geht sie faktisch als politisches Projekt in die Zweistelligkeit.
Man kann sich vorstellen: Es sind 45 000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr. Die Eltern, die Geschwister und mitunter auch die Omas und Opas fiebern mit. Jedes Jahr sind also gut 200 000 Österreicherinnen und Österreicher in dieser Frage exponiert.
Es ist so, dass an und für sich, glaube ich, eine weite Übereinkunft besteht – auch in diesem Haus –, dass das Instrument einer teilzentralen Matura sinnvoll ist. Es ist aber auch so, dass viele von uns das Gefühl haben, die Zentralmatura ist nie so richtig angekommen. Wir merken auch in der öffentlichen Berichterstattung, dass nach wie
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