Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll36. Sitzung, 5. Juli 2018 / Seite 182

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fehlen uns noch. Ich werde diesen Allparteienantrag selbstverständlich gemeinsam mit meiner Fraktion unterstützen, aber uns fehlen noch die letzten Meter. Ich lade Sie des­halb ein, die Anträge, die ich hiermit einbringen möchte, zu unterstützen und mitzutra­gen.

Auf der einen Seite bringe ich einen Abänderungsantrag ein, mit dem Ziel, die Betrof­fenen, die Opfer, nicht weiter zu bevormunden und es ihnen freizustellen, auch den Weg über das Verbrechensopfergesetz zu gehen, um Spätfolgen, wie zum Beispiel ei­nen lebenslangen Verdienstentgang, aufgrund dieser schrecklichen Erlebnisse einkla­gen zu können:

Abänderungsantrag

der Abgeordneten Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA, Kolleginnen und Kollegen

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Der eingangs bezeichnete Gesetzesentwurf wird wie folgt geändert:

In Artikel 1 wird nach Ziffer 3. eine Ziffer 3a. eingefügt:

,3a. Nach § 1 wird folgender § 1a eingefügt:

„§ 1a. Anträge auf Ersatz des Verdienstentganges nach dem Verbrechensopfergesetz können von Personen, die im Rahmen einer Unterbringung in Kinder- oder Jugendhei­men des Bundes, der Länder und der Kirchen oder in Pflegefamilien bis zum 31. De­zember 1999 Gewalt erlitten haben, ab Inkrafttreten dieses Bundesgesetzes ohne die zeitliche Beschränkung des § 15k Verbrechensopfergesetz geltend gemacht werden und gelten nicht als Anträge nach diesem Bundesgesetz.“‘

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Zum Zweiten bringe ich einen Entschließungsantrag, der auch die Unterstützung der Volksanwaltschaft erhalten hat, ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA, Kolleginnen und Kollegen be­treffend „der Schaffung einer vierten Vollzeitstelle bei der Rentenkommission der Volks­anwaltschaft“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, der Rentenkommission der Volksanwaltschaft die notwendigen personellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um den Mehrauf­wand zu bewältigen, der durch die Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten im Zuge der HOG-Novelle zustande kommt.

Insbesondere wird die Bundesregierung aufgefordert, wie von der Volksanwaltschaft gefordert, eine vierte befristete Stelle wieder zu besetzen.“

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Es fehlt nicht mehr viel, meine Damen und Herren, gehen wir den bisher beschrittenen Weg gemeinsam zu Ende: Stimmen Sie zu, wir sind es den Opfern in diesem Fall wirk­lich eindringlich schuldig! – Danke. (Beifall bei der Liste Pilz.)

17.59

Die Anträge haben folgenden Gesamtwortlaut:

 


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