Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll55. Sitzung, 12. und 13. Dezember 2018 / Seite 86

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und in Deutsch bin ich im Standard. – Ja selbstverständlich kann das der Fall sein. Diese Durchlässigkeit ist gegeben. (Abg. Hammerschmid: Wie?) Sie wird immer wie­der vorhanden sein. Das ist tatsächlich etwas, wo man sagen kann, jetzt wird endlich eine Mittelschule hingestellt, von der wir hoffen können, dass es eine gute Mittelschule ist. Wir wollen die gute Mittelschule haben! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wö­ginger: So ist es!)

Wir wollen Schulen haben, aus denen auch junge Leute hervorgehen, die dann später in die Lehre gehen und sich dort bewähren können. Die haben auch eine Chance für eine Karriere. Die jungen Damen und Herren (in Richtung Besuchergalerie), die oben auf der Galerie sind: Ich darf Ihnen mitteilen, dass Sie jetzt, wenn Sie in der Schule sind, die Chance haben, alles von Ihren Lehrerinnen und Lehrern wegzunehmen, was sie Ihnen an Wissen und Können bieten können. Das müssen Sie aufnehmen können, denn es wartet nach der Schule niemand auf Sie. Wir wollen Ihnen alles geben, damit Sie Karriere machen können.

Darum wollen wir ein Gerüst schaffen. Das Pädagogikpaket ist eigentlich nur ein Ge­rüst. Wir werden das dann noch mit Leben erfüllen. Wir werden noch einiges Weiteres in der Bildung weiterbringen. Ich freue mich schon auf die Dringliche Anfrage, die Sie stellen, weil wir da sagen können, dass noch viele, viele, viele Pfeile im Köcher sind. Wir wollen die anspruchsvolle Schule haben, eine Schule, die Ansprüche stellt und An­sprüche an sich stellt.

Die Lehrerinnen und Lehrer, die in diesen Schulen sind, wollen eine Struktur sehen, in der sie gut unterrichten können. Diese Struktur schaffen wir jetzt mit diesem Pädago­gikpaket. Darum ist es ein gutes Paket, auf das sich viele Österreicherinnen und Ös­terreicher schon lang gefreut haben. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei der FPÖ.)

13.12


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Hoyos-Trauttmansdorff. – Bitte, Herr Abgeordneter.


13.12.30

Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr ge­ehrter Herr Minister! Herr Kollege Taschner (dem von der ÖVP weiterhin Beifall ge­spendet wird), ich warte schon auf die Standing Ovations für Sie. Sie sind ja ein Held innerhalb Ihrer Fraktion, so wie sich das anhört.

Herr Kollege Taschner, Sie haben sich eigentlich selber entlarvt. Sie haben die Exper­ten und Expertinnen alle als nicht hinreichend bezeichnet (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja nicht!), haben gemeint, die haben alle keine Expertise (Abg. Winzig: Stimmt nicht! Das hat er nicht gesagt!), außer Ihrem Experten. Dementsprechend ist das natürlich eine parteipolitische Entscheidung. Wenn der einzige, der laut Ihnen ein Experte ist, von Ih­rer Partei kommt, dann ist es nichts anderes als parteipolitisch. (Beifall bei NEOS, SPÖ und JETZT.)

Ich gebe Ihnen aber in einem Punkt recht, das ist der Befund, dass wir im Schulsystem längst etwas machen müssen. Ich glaube, da sind wir uns einig. Ich glaube, dass sich da alle Parteien treffen. Das ist einmal das Positive, das man voranstellen muss. Was halt nicht genügt, sind Retroschritte und rückwärtsgewandte Politik, die hier betrieben wird. Nur wieder Tafeln auszutauschen bei der Neuen Mittelschule, auf der jetzt nur noch Mittelschule statt Neue Mittelschule draufsteht (Abg. Wöginger: Sie ist ja nicht mehr neu!), und wieder Ziffernoten einzuführen, das kann es doch nicht sein! Das ist doch nicht alles, was wir haben wollen, um Bildungspolitik im 21. Jahrhundert ankom­men zu lassen. Das ist alles inhaltsleer, was da geboten wird, und ist nichts anderes als Symbolpolitik. (Abg. Steinacker: ... haben Sie nicht gelesen!)

 


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