privat macht, weil es nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Es ist uns egal, ob Sie rauchen oder nicht!) Weil Sie es angesprochen haben, glaube ich, ist es doch wichtig festzuhalten: Es geht natürlich um die freie Wahlentscheidung mündiger Bürger, die das für sich selbst entscheiden sollen. Ob das ein Spitzensportler ist oder ein Breitensportler ist: Ob jemand raucht oder nicht raucht, ist ausschließlich private Angelegenheit der jeweiligen Person.
Lieber Hermann, du hast heute gesagt, da ist viel zu tun. Da hast du vollkommen recht, das aber ausgehend von der Ausgangsposition, die ich als Sportminister übernommen habe. Wir hatten doch die letzten zwölf Jahre vor meiner Amtszeit Sportminister, die etwas hinterlassen haben. Das, was sie hinterlassen haben, ist ja messbar, genauso wie messbar sein wird, was wir in den nächsten Jahren, in dieser Legislaturperiode im Bereich des Sports weiterbringen werden; das ist ja alles messbar. Messbar ist, dass in den letzten zwölf Jahren viele Minister den Sport leider als lästiges Beiwagerl mitgenommen haben und den Sport nicht wirklich als einen wesentlichen gesellschaftspolitischen Wert erkannt und erfasst haben.
Leider ist in den letzten Jahren vieles in die falsche Richtung gelaufen. Wenn wir von einer täglichen Sport- und Bewegungseinheit sprechen, ist messbar, dass im Bereich des Kindergartens und der Volksschule heute nur 40 Prozent aller Kindergärten und Volksschulen eine durch das Sportministerium finanzierte – und über die Dachverbände, die die Ausführung sicherstellen, zum Glück auch ermöglichte – tägliche Bewegungseinheit haben.
Das heißt, ich habe von meinen Vorgängern eine nur 40-prozentige Abdeckung der täglichen Sport- und Bewegungseinheit in Kindergärten und Volksschulen übernommen. Mein Anspruch ist es, diesen skandalösen, fatalen und negativen Zustand in dieser Periode – bis zum Jahr 2022 – von 40 Prozent Abdeckung auf 100 Prozent Abdeckung aller Kindergärten und Volksschulen zu verbessern. Daran werden wir dann zu messen sein, das ist vollkommen richtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Von dieser realen Grundlage sollten wir auch fair ausgehen und dann auch die Messungen dessen anstreben, was in dieser Periode ganz konkret passiert ist und was weitergegangen ist.
Und ja, wir haben zwei Initiativen, nämlich „Kinder gesund bewegen“ und die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“, und wir führen diese beiden jetzt zu einer Gesamtinitiative zusammen. Das Ziel ist natürlich eine Neukonzeption, mit der wir mit diesem Schuljahr begonnen haben, nämlich die Initiative „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ auf den Bereich der Primarstufe konzentriert sicherzustellen und mit den derzeitigen finanziellen Bedeckungsmöglichkeiten dieses Projekt zu ermöglichen. Supplierungen sind ab dem Schuljahr 2018/2019 schulseitig zu leisten. Das gehen wir an!
Für das Schuljahr 2018/2019 besteht Wahlfreiheit zwischen den beiden Initiativen, daher kann in Abstimmung mit dem betreuenden Landesverband zwischen der Umsetzung von „Kinder gesund bewegen“ und der Umsetzung von „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ unabhängig von Region und der Entscheidung umliegender Schulen gewählt werden. Das ist einmal der erste richtige Ansatz. So wird sichergestellt, dass zumindest in der Primarstufe über Initiative des Sportministers durchgängig eine qualitativ hochwertige Bewegungseinheit angeboten und von den Schulen beziehungsweise Betreuungseinrichtungen genutzt wird.
Mit der Mehrinvestition, die wir vornehmen, haben wir den Zielanspruch, von heute 40 Prozent bis 2022 auf 100 Prozent Abdeckung zu kommen. Das ist eine Riesenleistung, weil es sogar mehr als eine Verdoppelung der Ausgangsposition wäre; nur um das noch einmal festzuhalten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
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