Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 32

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Meine konkrete Frage: Welche weiteren Services wird es im Bereich des Digitalen Amtes heuer noch geben?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin.


Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Danke für Ihre Frage. – Mitte des Jahres wird es eine neue große Welle geben, dann wird man nämlich auch die Ummeldung des Zweitwohnsitzes durchführen können. Im Moment ist es im Wesentlichen der Hauptwohnsitz.

Weiters wird es Mitte des Jahres eine sehr interessante und praktische Möglichkeit ge­ben: Wenn man Dokumente verliert, wird man den Verlust über die Web- oder die App-Lösung melden und neue Dokumente beantragen können. Wir werden den Chatbot auch weiter ausbauen.

Am Ende des Jahres beziehungsweise Anfang nächsten Jahres sollen dann noch Füh­rerschein und Zulassungsschein dazukommen, und Anfang nächsten Jahres kommt noch etwas sehr Wichtiges hinzu. Es ist jetzt schon integriert, wird aber erst am 1.1. nächsten Jahres wirklich schlagend, nämlich MeinPostkorb. Damit kann ich mir Kom­munikation über Bescheide et cetera, die auf der Basis von Bundesgesetzen bestehen, jederzeit in meinen digitalen Postkorb legen lassen.

Auch jetzt sind schon ganz viele andere Funktionen vorhanden. Ich möchte vor allem auf die Suchfunktion verweisen: Wir suchen über vier Register gleichzeitig, und man muss nicht mehr wissen, wo man genau sucht.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Herr Abgeordneter Neubauer.


Abgeordneter Werner Neubauer, BA (FPÖ): Schönen guten Morgen, Frau Bundes­ministerin! Gestatten Sie mir, dass ich Ihren Fokus auf die Personengruppe der Se­nioren lege. Die Senioren stehen Neuerungen durchaus offen gegenüber. Tatsache ist aber, dass sie natürlich auch sehr kritisch sind, wie zum Beispiel die Umstellung von analog auf digital beim ORF gezeigt hat. Dazu hat es sehr viele kritische Stimmen ge­geben. Es ist natürlich auch eine Frage der Sicherheit, die immer damit verbunden ist, die den Menschen naturgemäß sehr wichtig ist.

In Anlehnung daran, was Kollegin Cox Sie schon gefragt hat, erlaube ich mir, folgende Frage an Sie zu richten: Welche Sicherheitsmaßnahmen in der Qualitätssicherung ha­ben Sie eingesetzt, um sicherzustellen, dass das Digitale Amt für Senioren verlässlich und sicher zugänglich ist?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin.


Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Wir haben dieselben Sicherungsmaßnahmen sichergestellt, die wir für alle Österreicherinnen und Österreicher haben, das heißt eine Identifikation über die Handysignatur und ein weiteres Sicherheitskriterium. Wir haben auch sichergestellt, dass man es eben nicht nur über das mobile Endgerät machen kann, sondern auch, wie man es gewohnt ist, über das Notebook oder den PC.

Was mir auch wichtig ist: Es ist auch sichergestellt, dass jeder weiterhin auf das Amt gehen kann. Das heißt, man entscheidet selbst, wie man mit dem Amt in Kontakt treten will. Man muss es nicht digital nutzen, man kann weiterhin aufs Amt gehen. Das ist, glaube ich, gerade für unsere Seniorinnen und Senioren ein sehr wichtiger Punkt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir Kaffee Digital eingeführt haben. Das ist ein österreichweites Schulungsangebot, mit dem wir gerade der Generation 60 plus mehr Zugang zum Internet geben, mehr Möglichkeiten im Internet zeigen wollen. Wir haben bereits über Tausend Seniorinnen und Senioren geschult und gehen jetzt auf Tour mit


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