Wir haben auf 20 Jahre Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen bei help.gv.at aufgebaut, die uns sehr geholfen haben, da eine sehr gute Weiterführung zu machen. Wir haben ein eigenes Testteam gehabt, das laufend überprüft hat, Bürgerinnen und Bürger haben uns immer wieder Feedback gegeben, und zu Sicherheitsaspekten haben wir die Experten von der TU Graz, von A-SIT und von Egiz – also beste Experten – miteinbezogen.
Wir verwenden die Handysignatur, die 1,1 Millionen Österreicherinnen und Österreicher schon haben. Dabei wird etwas Bewährtes benutzt, das schon weitverbreitet ist, für die unterschiedlichsten Anwendungen. Die Qualität wird immer dadurch sichergestellt, dass wir Feedback der Bürgerinnen und Bürger einholen. Es wird immer wieder Releases geben. Wir werden immer wieder Anpassungen machen, um es noch konsumenten- und nutzerfreundlicher zu machen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Gibt es eine Zusatzfrage? – Bitte, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Wenn da zur Qualitätssicherung beigetragen wurde, wie kann es dann sein, dass beispielsweise bei vielen Android-Smartphones die Anmeldung per App nicht funktioniert? Andere NutzerInnen berichten von Log-in-Abbrüchen, Abstürzen der App; Support- und Hilfsthemen sind nicht in der App integriert. Außerdem funktioniert das Log-in per App nur in Kombination mit Touch ID beziehungsweise Face ID. Damit schließt man ja die User aus, deren Smartphone keine Finger- und Gesichtserkennungsfunktionen haben. Wie gehen Sie mit dem Feedback um, das Sie dazu bis jetzt bekommen haben?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin.
Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Touch ID und Face ID – sprich: eine zusätzliche Erkennung – dienen der Sicherheit. Es handelt sich hier nicht um eine ganz normale App. Sie können diese App auch ohne die zusätzlichen Sicherheitskriterien nutzen, dann können Sie aber auch die Informationen bekommen, wenn Sie ins Web gehen. Im Web sind alle Informationen zugänglich.
Wenn Sie aber einen wirklichen Behördengang machen wollen, brauchen Sie eine zweifache Identifizierung. Diese ist Ihr Kennwort für die Handysignatur und eine zusätzliche Touch ID. Alles andere wäre nicht sicher genug gewesen.
Zu den unterschiedlichen Anbietern im Android-Bereich: Bei Launches von Applikationen treten immer wieder Themen zutage, weil sehr viele ältere Endgeräte auf dem Markt sind. Da geht Sicherheit vor. Darum haben wir alles nicht nur über die App zur Verfügung gestellt, sondern auch über das Web, wo das mobile Endgerät dann keine Rolle spielt. Also ich kann heute sagen: Jeder, der einen Internetzugang hat, hat Zugang: der eine mobil, der andere über das Web.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Abgeordneter Weidinger.
Abgeordneter Mag. Peter Weidinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, braucht es Hardware und Software, sowohl den Ausbau des Glasfasernetzes als auch jenen von 5G. Wir freuen uns sehr darüber, dass es gelungen ist, jetzt als Pilotprojekt 17 Gemeinden österreichweit auszustatten. In Kärnten sind es zwei, Lendorf und meine Heimatgemeinde Villach.
Andererseits brauchen wir Software. Dank Ihres privatwirtschaftlichen Hintergrunds haben Sie ja auch die Lehrberufe digitalisiert, wie im Bereich Coding, und Sie digitalisieren die staatlichen Dienstleistungen.
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