Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 62

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vor große Herausforderungen. Diesen gilt es angemessen und vor allem mit konkreten Maßnahmen ehebaldigst zu begegnen.

So wie es zu befürworten ist, dass Bedrohungen durch islamistischen Terrorismus mit hoher Priorität und Intensität nachgegangen wird, so ist dies auch für Rechtsextremis­mus sicherzustellen. Dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämp­fung (BVT) kommt hier eine zentrale Rolle zu. Dessen Leiterin erwähnte im BVT-Un­tersuchungsausschuss mangelnde Ressourcen, und auch BVT-Direktor Mag. Peter Gridling führte im Rahmen der ORF-Sendung "Im Zentrum" am 24. März 2019 aus, dass weitere Ressourcen in diesem Bereich wünschenswert wären.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

"Der Bundesminister für Inneres wird aufgefordert, eine umgehende Aufstockung der personellen und technischen Ressourcen des Extremismusreferats im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung vorzunehmen. Damit soll eine effekti­ve, rasche und umfassende Aufklärung der aktuellen Enthüllungen rund um rechts­extreme Netzwerke sowie auch in Zukunft eine engmaschige Informationsgewinnung und Überwachung extremistischer Tendenzen gewährleisten werden."

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Entschließungsantrag

der Abgeordneten Dr. Stephanie Krisper, Kolleginnen und Kollegen

betreffend Strategie gegen Rechtsextremismus

eingebracht im Zuge der Debatte in der 68. Sitzung des Nationalrats über die Erklärung des Bundesministers für Inneres gemäß § 19 Absatz 2 der Geschäftsordnung des Na­tionalrates zum Thema "Die aktuelle Situation vor dem Hintergrund des Terroran­schlags in Neuseeland"– TOP 1

Dass rechtsextreme Ideologie auch in gefestigten westlichen Demokratien zu Terror und Mord in großem Ausmaß führen kann, zeigen die jüngsten Anschläge auf zwei Mo­scheen in Christchurch/Neuseeland. Der Umgang mit Extremismus und radikalen Strö­mungen innerhalb der Bevölkerung stellt unsere demokratische Gesellschaft in Bezug auf die innere Sicherheit und damit für den gesellschaftlichen Frieden vor große He­rausforderungen. Diesen gilt es angemessen und vor allem mit konkreten Maßnahmen ehebaldigst zu begegnen.

Am 23. Oktober 2018 wurde im Innenministerium im Rahmen eines "Präventionsgip­fels" die "österreichische Strategie Extremismusprävention und Deradikalisierung" vor­gestellt. Diese Strategie enthält dabei sehr unterstützungswürdige Rahmenvorstellun­gen gegliedert in acht Themenfelder:

1.          Sicherheit, Strafvollzug und Resozialisierung

2.          Politik und Demokratiekultur

3.          Kooperation und Ressourcen

4.          Bildung, Arbeitsmarkt und Resilienz

5.          Soziale Verantwortung und Gesundheit

 


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