kungen setzen wir unsere Bevölkerung auf keinen Fall aus! (Beifall bei JETZT und SPÖ. – Abg. Wöginger: Ja, und Industriebetriebe ...!)
Das reicht Ihnen noch immer nicht. Es sind für Sie noch immer nicht genug Beweise, die auf dem Tisch liegen. Während Monsanto auf der einen Seite in Europa Milliardengewinne mit dem Verkauf dieses Pestizids macht, wird dieses Unternehmen auf der anderen Seite in den USA zu Strafzahlungen und Schadenersatzzahlungen verurteilt, weil sein Spritzmittel einfach krebserregend ist und eine Person geschädigt worden ist. Das ist eine Strafzahlung von 81 Millionen Euro.
Ich meine, das kann mir doch niemand erklären, dass sich die österreichische Politik noch immer dem verwehrt, dass wir da von einem Mittel sprechen, das tagtäglich im privaten Bereich und auf den Feldern draußen ausgespritzt wird, und gleichzeitig sagen wir immer noch: Wir sind für die Gesundheit der Bevölkerung da.
Frau Ministerin Köstinger, vielleicht ein weiteres Argument, das Sie in Ihrer Arbeit unterstützen soll und hoffentlich in eine Richtung bringt, die die Gesundheit der Bevölkerung auch an erste Stelle stellt – aus Frankreich, ganz konkret –: Glyphosatrückstände sind aktuell nicht nur in vielen Lebensmitteln zu finden, sie sind laut Studien nicht nur im Urin fast aller Menschen zu finden, sondern auch in der Muttermilch für viele, viele Babys. Jetzt kommt noch dazu, dass laut einer aktuellen Studie, laut einem offiziellen Bericht der französischen Umweltschutzbehörde – und das ist nicht irgendjemand, wirklich nicht – festgestellt worden ist, dass Glyphosatrückstände in Babywindeln nachgewiesen worden sind und die Gefahr besteht, dass durch den Urin die Aufnahme in den kindlichen Körper stattfindet.
Wollen Sie das weiterhin in Europa zulassen? Wollen Sie weiterhin hinter Ihrer Abstimmung stehen, bei der Sie sich enthalten und sich keine Meinung zutrauen oder gleich ablehnen? Das ist keine verantwortungsvolle Politik!
Ich bitte Sie: Fangen Sie endlich an, verantwortungsvolle Politik zu machen! Nehmen Sie die jungen Menschen, die jeden Freitag demonstrieren, ernst! Nehmen Sie wissenschaftliche Studien ernst und nehmen Sie die Tausenden Menschen in Österreich ernst, die sich für den Schutz ihrer Gesundheit und einen nachhaltigen Schutz unserer Umwelt aussprechen! – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
16.25
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Plakolm. – Bitte.
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ganz besonders bei diesem Tagesordnungspunkt: Liebe Jugendliche, die ihr die heutige Parlamentssitzung via Handy, vor dem Fernseher oder auch hier auf der Galerie verfolgt! Die Jugend ist nicht nur die Zukunft, sondern vielmehr die Gegenwart, und darum freut es mich ganz besonders, dass sich viele Schülerinnen und Schüler für ihre Zukunft engagieren und sie politisch mitgestalten.
Durch die enorme Beteiligung an den Klimademos in den letzten Wochen wurde ein starkes Bewusstsein für den Klimaschutz geschaffen. Der Klimawandel betrifft uns alle, aber in erster Linie die nächsten Generationen, die diese Situation nicht verursacht haben, aber damit werden umgehen müssen.
Wichtig ist, dass wir abseits der Streiks Maßnahmen setzen, die unser Klima und unsere Umwelt schützen. Diese Maßnahmen setzen nicht nur wir hier in der Politik, diese Maßnahmen kann auch jeder Einzelne von uns setzen. Jeder von uns trifft tagtäglich unzählige Entscheidungen, die Auswirkungen auf den Umweltschutz haben, und ent-
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