aus lobenswerte Initiative von Fridays for Future, sondern natürlich auch die Demonstrationen der Gelbwesten in Frankreich.
Dort kann man sich dann anschauen, warum das alles passiert ist: In Frankreich wurde die CO2-Steuer mit 7 Euro pro Tonne CO2 2014 eingeführt. Diese Steuer lag bei Ausgang der Proteste bei 44,6 Euro pro Tonne. Dies würde bei uns bedeuten, dass Diesel um 12 Cent, Benzin um 11 Cent, Heizöl um 14 Cent teurer würde. Geplant war eine noch wesentlichere Verteuerung.
Wer soll das bezahlen, Herr Rossmann, Frau Cox? (Abg. Rossmann: Es gibt einen ...! Ist das so kompliziert? Kapieren Sie das nicht?!) Die in unseren Tälern, die pendeln müssen, die auf das Auto angewiesen sind, die sich eben keine Kutsche, keine Elektrokutsche um 150 000 Euro leisten können? – Also diese Frage müssen Sie beantworten, und zwar auch unseren Leuten! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Lieber Kollege Schellhorn, du hast recht. Wenn uns die Schweiz überhaupt in einem einzigen Punkt im Tourismus voraus ist, dann ist es bei der Erreichbarkeit. Ich muss dich aber korrigieren: Wir haben im Umweltbundesamt eine Studie machen lassen und haben uns angeschaut, was für einen Footprint der Winter- und der Sommertourismus haben, und sind draufgekommen, dass sie den geringsten aller Urlaubsformen haben. Wintertourismus, Sommertourismus haben einen viel geringeren Footprint als eine Reise ans Meer.
Deshalb reagieren wir zum Beispiel - - (Abg. Schellhorn: Das ist ja keine Ausrede!) – Ja, ja, das ist aber trotzdem die beste Art; aber Sie haben recht, die Anreise ist das Hauptproblem, das stimmt schon. Sie haben aber gesagt, 76 Prozent - - (Abg. Schellhorn: Im Winter mit dem Auto, ja!) – Ja, beim geringsten möglichen Wert, den der Tourismus überhaupt hat, macht die Anreise wie bei allen anderen Formen den höchsten Wert aus.
Deshalb setzen wir bei der Zillertalbahn auf Wasserstoff. Ich bedanke mich bei der Frau Minister, dass sie diese innovative Idee unterstützt, im Rahmen derer wir im Zillertal versuchen, mit einer Schmalspurbahn, die das touristisch intensivste und höchste Tourismustal erschließt, 1 Million Liter Diesel einzusparen. Ich bedanke mich bei dir, Frau Minister, und ich würde überhaupt vorschlagen, dass wir mit der Panik aufhören, aufhören dampfzuplaudern und besser schauen, dass bei den Antrieben Dampf herauskommt – und das schaffen Sie mit Wasserkraft. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
16.55
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Holzleitner. – Bitte.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Hörl ist für mich immer ein besonderes Gustostückerl (Zwischenruf bei der FPÖ), denn wer im letzten Budgetausschuss war, der weiß, hin und wieder döst er gerne ein bissl weg, aber wenn es ums Poltern geht, ist er wieder voll da. – Herr Kollege Hörl, natürlich ist Klimaschutz etwas, was global angegangen gehört, das heißt aber nicht, dass man nicht durchaus auch vor der eigenen Haustür kehren kann – das ist bitte nicht zu vergessen! (Beifall bei der SPÖ.)
Wir haben schon davon gehört: Greta Thunberg, eine Klimaschutzaktivistin aus Schweden, hat vor rund 30 Wochen mit dem Schulstreik für das Klima begonnen, alleine. Sie hat es mit ihrem vehementen Einsatz, mit ihrem starken Willen geschafft, etwas zu verändern, etwas Großes ins Rollen zu bringen. Ein Ein-Frau-Schulstreik hat sich wirklich zu einer weltweiten Bewegung formiert, und zwar zur Fridays-for-Future-Bewegung.
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite