Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 155

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Liebe Bundesregierung, ja, es ist Feuer am Dach! Der Hut brennt, wie man auch so schön sagt, lichterloh. Nehmen wir uns alle ein Beispiel an Greta und an den jungen Leuten weltweit, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen! Seien wir wie Greta, achten wir auf unsere Umwelt und auf das Klima, denn wir haben keine zweite Chance! (Bei­fall bei der SPÖ.)

17.00


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Wassermann zu Wort gemeldet. – Bitte.


17.01.04

Abgeordnete Sandra Wassermann (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr ge­ehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Klima­schutz und Umweltschutz haben einen hohen Stellenwert in unserer Regierung. Die Regierung hat auch schon viele Maßnahmen dahin gehend umgesetzt. Bundesminister Hofer beispielsweise legt seinen Schwerpunkt auf die Stärkung des öffentlichen Ver­kehrs, auf den Ausbau der Bahn. So macht er die Nutzung des Bahnverkehrs 15-mal klimafreundlicher als die Nutzung des Pkw. (Abg. Klaus Uwe Feichtinger: Tempo 140 nicht vergessen!)

Wir haben es heute schon gehört, auch die „Raus aus dem Öl“-Prämie von 5 000 Euro steht jedem Österreicher zu, wenn er auf energieneutrale Heizungen umsteigt. Das alles ist schon ein großer Erfolg unserer Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Auch in Kärnten soll es ein Klimaschutzprojekt geben. Es soll ein Klimaschutzprojekt entstehen, nämlich der sogenannte „Wald im Stadion“. Man muss sich vorstellen (Ruf bei der FPÖ: Das ist ein Blödsinn!), dass da Bäume in einem Fußballstadion einge­pflanzt werden sollen. Kürzlich wurde auch bekannt, dass diese Bäume von Italien, Holland und Deutschland herangekarrt werden. Aus Umweltschutzgründen ist das An­karren quer durch Europa meines Erachtens auf das Entschiedenste abzulehnen. Die CO2-Werte, die da absorbiert werden, sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Das ist be­sonders seltsam, weil ja die Intention dieses Klimaschutzprojektes eigentlich der Klima­schutz und der umweltpolitische Aspekt sein sollten. Noch dazu stellt sich mir bei die­sem Projekt die Frage, ob wir denn in Kärnten, in Österreich nicht auch schöne Bäume haben und wir diese aus dem Ausland herankarren müssen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schellhorn: ... fremde Gäste! Gar keine Gäste, das ist gescheiter!)

Dieses Projekt sorgt nicht nur hier im Hohen Haus, sondern auch quer durch Öster­reich für großes Kopfschütteln. (Zwischenruf bei der SPÖ.) So muss man sich bei­spielsweise vorstellen, dass dieses „Klimaschutzprojekt“ – unter Anführungszeichen – keine Stadionmiete zahlt und für den Fußballnachwuchs extra ein Stadion gebaut wer­den muss. Es gibt Quersubventionen und Sonderförderungen, und das alles auf Kos­ten der Bevölkerung, auf Kosten der Steuerzahler.

So stelle ich mir ein Klimaschutzprojekt wirklich nicht vor, noch dazu, wenn Öster­reich – da werden Sie mir sicher recht geben – eines der waldreichsten Länder in ganz Europa ist.

Wer war bei diesem Projekt federführend? – Sie werden es erraten: Es ist die SPÖ. Man muss leider sagen, die SPÖ-Bürgermeisterin, die da federführend war, hat sich nicht nur mit diesem Projekt disqualifiziert (Zwischenruf des Abg. Wittmann), sondern auch – das ist leider kein lustiges Thema – mit einer menschenverachtenden Aussage, die von ihr in den letzten Tagen getroffen wurde. (Zwischenruf bei der FPÖ.)

Ich muss schon sagen, es hat mich sehr bewegt, es hat auch viele Bürger im Land und auch viele Funktionäre der SPÖ bewegt und tief getroffen. Es war nämlich ihr Wunsch, eine Kollegin einer anderen Fraktion im Todesflieger der Ethiopian Airlines zu sehen.


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