Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 183

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sehen haben. Das Fleisch kann ganz woanders herkommen, es genügt, wenn die Ver­packung und das Marketing aus dem Gailtal kommen. – Das besagt dieses Gütesiegel.

Wir sollten die Gütesiegel ins rechte Licht rücken, das stimmt, und wir sollten über­haupt solche Anträge ein bisschen genauer betrachten und ins rechte Licht rücken, be­vor wir draufkommen, dass wir sie eigentlich ablehnen müssten. – Danke. (Beifall bei JETZT.)

18.41


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Eine tatsächliche Berichtigung wünscht Herr Abgeordneter Vogl. – Bitte.


18.42.01

Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Kollege Zinggl hat behauptet, dass das Fleisch für den Gailtaler Speck nicht aus dem Gailtal kommen muss. – Ich berichtige tatsäch­lich: Aufzucht und Schlachtung müssen im Gailtal erfolgen, allein der Ferkelzukauf er­folgt anderswoher. (Beifall bei der SPÖ.)

18.42


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Danke schön.

Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Strasser. – Bitte.


18.42.22

Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Frauen Bundesministerinnen! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Zu den Ausführungen des Kollegen Zinggl und diesem Antrag: Der Antrag hat den Sinn, darzustellen, dass es notwendig ist, dass es regionale Märkte und nationale Märkte und auch internationale Märkte gibt, weil das eine Basis dafür ist, dass unsere bäuerlichen Familienbetriebe ein ordentliches Einkommen erwirtschaften können. Das ist der Sinn dieses Antrages, und wir bitten die Frau Bundesministerin, so wie bisher auch diese Dynamik zu unterstützen.

Ich habe mir vorgenommen, drei Produkte herauszunehmen und ein wenig die Markt­dynamik zu erörtern.

Das eine ist der Wein: Die Weinwirtschaft erlebte in den Achtzigerjahren durch den Weinskandal eine große Krise. Mit der Entscheidung, eine ganz intensive Qualitätsstra­tegie einzuschlagen, und mit ganz viel persönlichem Engagement ist es uns gelungen, unsere Weinwirtschaft zu einer international anerkannten Sparte zu entwickeln, die stark mit dem Tourismus kooperiert. Wie schaut es mit dem Selbstversorgungsgrad aus? – Wir sind in der Lage, in den letzten 15 Jahren – das pendelt ein wenig – rund 100 Prozent Selbstversorgung in Österreich zu gewährleisten. – Ein großes Danke­schön dafür an unsere Winzerinnen und Winzer! Der Wein ist ein Kernelement der ös­terreichischen Identität und auch der Marke Österreich. – Ein großes Dankeschön, dan­ke. (Beifall bei der ÖVP.)

Der zweite Bereich ist die Milch. Betreffend Milch darf ich feststellen: Seit wir Mitglied der EU sind, haben sich die Exporte um 580 Prozent gesteigert; eine positive Entwick­lung. Was haben unsere Molkereien gemacht? – Sie haben auf Veredelung und auf Qualitätsproduktion gesetzt, und ich darf anmerken: Die Premiummarken und auch der Biobereich haben sich gut entwickelt. So gesehen ist die Dynamik bei der Milch ähnlich wie die Dynamik beim Wein: ein Imagebaustein und auch eine Einkommensquelle, die in vielen Betrieben und Regionen eine wichtige Rolle spielt.

Ähnlich wie bei der Milch darf ich als exportorientierte Branche auch den Biosektor er­wähnen. Wenn Herr Zinggl sagt, wir sollen möglichst wenig in andere Länder verkau­fen, darf ich doch erwähnen: Bio wird zu einem sehr hohen Prozentsatz in andere Län-


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