der und auch auf andere Kontinente verkauft, und auf diese Dynamik können wir als exportorientierte Wirtschaft durchaus stolz sein. Bei Rindfleisch herrscht eine ähnliche Situation.
Es ist aber notwendig, diese Erfolgsprojekte beziehungsweise die Märkte, auf denen wir landen, national, aber auch international kritisch zu betrachten, denn was wir in diesen Branchen nicht brauchen, ist eine Goldgräberstimmung; eine Goldgräberstimmung, die überschießende Mengen erzeugt und dann letztendlich die Preise sinken lässt. In diesem Bereich vermerken wir also eine interessante positive Entwicklung. (Beifall bei der ÖVP.)
Der dritte Bereich, anhand dessen ich darstellen möchte, wie wichtig es ist, dass man Märkte ganz genau beobachtet, ist die Situation rund um die Speisekartoffel. Wir waren in den letzten Jahren, bis 2017, in der Lage, den österreichischen Konsum zu rund 100 Prozent abzudecken. Dann ist aber das Katastrophenjahr 2018 gekommen. Die Kartoffelernte in Österreich wurde aufgrund von Dürre, Klimawandel und auch durch den Drahtwurm um circa 25 bis 30 Prozent reduziert, und das bedeutet, jetzt, im April, werden die österreichischen Kartoffeln ausgehen, also es wird ab Mai - - (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) – Nein, nein, nicht Heurige.
Es gibt Erdäpfel aus Ägypten, es gibt Erdäpfel aus Frankreich, und es gibt Erdäpfel aus Zypern. Und da stelle ich die Frage, vor allem an Herrn Zinggl, ob das unser Ziel ist. Mit ein Grund, warum die Kartoffeln, die Erdäpfel auf unseren Äckern nicht mehr so gut wachsen, ist einfach, dass der Pflanzenschutz in der Anwendung immer schwieriger wird, dass Mittel verboten werden, und die Konsequenz daraus ist, dass Produkte aus anderen Ländern mit schlechteren Standards in unsere Regale kommen, und das ist nicht unser Ziel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ich darf abschließen: Was ist im Regierungsprogramm im Zusammenhang mit Produktionen, mit Märkten für dieses Jahr noch zu finden?
Der erste Bereich: Ja, wir werden das AMA-Gütesiegel weiterentwickeln; eines unserer Erfolgsprojekte. Das ist seit dem EU-Beitritt wirklich eines unserer Erfolgsprojekte. Wir werden an Stellschrauben drehen, um dieses Angebot, dieses freiwillige Angebot in der Herkunftskennzeichnung zu verbessern, weiterzuentwickeln.
Der zweite Bereich: Wir werden betreffend verpflichtende Herkunftskennzeichnung im Zusammenhang mit der Gemeinschaftsverpflegung, im Zusammenhang mit Verarbeitungsprodukten auch gesetzliche Standards einführen, damit letztendlich die Menschen in Österreich wissen, wo ihr Essen herkommt. Wir wissen, dass sie das auch wissen wollen, und wir wollen und werden das gesetzlich absichern.
In diesem Sinne: Der Auftrag für uns Bäuerinnen und Bauern ist, in Österreich gesunde Lebensmittel in ausreichender Menge zu produzieren. Das ist unser Auftrag. Die Regierung wurde gewählt, damit sie diese Dynamik unterstützt. Wir sind da den Menschen im Wort, und wir werden weitere Schritte setzen, um die Herkunftskennzeichnung, die österreichische Qualität und die Märkte am Laufen zu halten.
Ich möchte der Frau Bundesministerin für ihr Engagement danken, ihr alles Gute wünschen und die volle Unterstützung für die kommenden Projekte zusagen. – Danke schön und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
18.48
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Vogl. – Bitte.
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Wir werden diesem Antrag zustimmen, wobei zu sagen ist, dass der Text der „Entschließung
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