Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 189

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tungsexporte. Wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, dann wird man sehen, dass die Menge der Exporte zurückgegangen ist, dass es aber de facto so war, dass der Wert der Exporte gestiegen ist. Und das ist aus meiner Sicht auch genau das Richtige, denn worum geht es am Ende des Tages? – Österreich wird nie die Menge exportieren können, das wollen wir auch nicht und das ist bis zu einem gewissen Grad auch nicht sinnvoll, aber wir müssen auf Qualität setzen.

Qualität heißt auch, dass das entsprechende Kundenvertrauen in die österreichischen Marken und in die österreichischen Produkte weiter aufgebaut werden muss. Am Ende des Tages ist es so, dass dieses Kundenvertrauen, das in die Qualität gesetzt wird, langfristig die Selbstversorgung in Österreich aufrechterhalten kann. Es kann oder es muss die Wertschöpfung und die Verarbeitungswirtschaft steigern, und es muss die Exporte letztendlich ankurbeln.

Wenn wir von Exporten reden – jetzt ist Kollege Zinggl gerade nicht anwesend –: Der Großteil der österreichischen Landwirtschaftsexporte geht nach Italien oder nach Deutschland. Wenn man so wie ich aus einer Gemeinde kommt, die recht nahe der Grenze ist, dann kann man sagen, es ist einem wirklich lieber oder in Wahrheit eigent­lich egal, ob die Produkte von Schärding nach Passau beziehungsweise – in dem Fall – nach Bayern oder ob sie ins Burgenland transportiert werden.

Wie gesagt, es geht um drei Punkte: Wir müssen die Kennzeichnung unserer landwirt­schaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel durch europäisches und nationales Recht absichern, aber natürlich auch verbessern. Wir müssen den Schutz der Ursprungsbe­zeichnungen, der geografischen Angaben und der traditionellen Spezialitäten definitiv stärker in den Fokus rücken, mit Blick auf die Transparenz, denn – worum geht es? – es geht um das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten. Sie alle wissen, wie wichtig dieses gemeinsame Bekenntnis zur Qualität und zum Export und das Vertrauen der Konsumenten ist, Sie wissen, dass dieses Gesamtpaket das Wichtige ist, das wir in der österreichischen Landwirtschaft erhalten und weiter ausbauen müssen. Es freut mich deswegen, dass fast alle im Nationalrat vertretenen Parteien im Landwirtschafts­ausschuss dieses Anliegen unterstützen.

Ich möchte zum Abschluss aus voller Überzeugung auffordern: Unterstützen wir ge­meinsam die österreichischen Landwirtinnen und Landwirte und geben wir ihnen das Rüstzeug dafür mit, dass sie auch in Zukunft erfolgreich wirtschaften können, daheim, in Europa und auf der ganzen Welt! – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)

18.59


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Schmu­ckenschlager. – Bitte.


19.00.09

Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundes­ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Ich glaube, es dürfte mittlerweile auch bis zur Liste JETZT durchgedrungen sein, dass wir innerhalb der Europäischen Union in einem freien Markt mit Import und Export unterwegs sind, und wir möchten die Wettbe­werbschancen für die österreichische Landwirtschaft auch entsprechend erhalten. (Abg. Schellhorn: Schwierig, schwierig!)

Das muss nicht immer klimaschädlich sein, denn wenn man von Vorarlberg nach Süd­deutschland oder von Wien nach Bratislava liefert, kann das um einiges schonender sein als der Verkehr, der innerhalb der Grenzen der Bundesländer stattfindet. Überdies sind viele Verarbeiter heute auch nicht mehr an die Bundesgrenzen gebunden, son­dern suchen sich Regionen, in denen sie vielleicht etwas aus mehreren Ländern ge­meinsam verarbeiten können. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)

 


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