In jenen Bereichen, in denen wir wesentlich mehr landwirtschaftliche Produkte erzeugen, ist es auch notwendig, zu exportieren. Ich glaube, dass wir im letzten Jahr, 2018 mit einem agrarischen Handelsbilanzdefizit von 700 Millionen Euro so viel exportiert haben wie noch nie, und wenn wir daran intensiv weiterarbeiten, wird es uns auch gelingen, da einmal eine schwarze Null zu schreiben. Mit dem Export unserer landwirtschaftlichen Produkte gelingt es uns aber auch, für unsere Bauern Wertschöpfung zu erzielen, und wir verhindern damit, dass wir uns mit diesen Überschussprodukten hier in Österreich gegenseitig Konkurrenz machen.
Ich glaube, der Antrag zielt in die richtige Richtung, wir müssen auch auf den Agrarhandel Wert legen. Ich glaube aber, dieser Antrag, den wir gemeinsam mit NEOS eingebracht haben, zeigt noch etwas: dass diese Koalition gute Vorschläge durchaus aufnimmt, gute Vorschläge der Opposition aufnimmt und versucht, diese gemeinsam umzusetzen oder zumindest in der gemeinsamen Diskussion eine Lösung zu finden, wie wir sie umsetzen können.
Ich glaube, das ist der richtige Weg, und darin unterscheiden wir uns von den vorherigen Koalitionen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
18.55
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete Ecker hat sich zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet. – Bitte.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Herr Präsident! Herr Kollege Linder hat behauptet, ich hätte die Unwahrheit gesagt und gemeint, dass Salzburg und Kärnten Glyphosat in der Landwirtschaft verboten hätten. – Das habe ich nicht gesagt; in der Landwirtschaft war das nicht Thema.
Ich habe die rechtlichen Möglichkeiten beider Bundesländer gemeint, und ich habe auch gesagt, dass es nach diesen Möglichkeiten dort verboten wurde – und nichts anderes! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
18.56
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Doppelbauer. – Bitte.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen! Mir ist vor ein paar Tagen wieder etwas passiert, was Sie vielleicht auch schon erlebt haben, nämlich wenn Sie Freunde, Bekannte oder vielleicht auch Kollegen aus dem Ausland in Österreich zu Gast haben, die dann in den Supermärkten schauen und einkaufen und sagen: Wow, ihr habt wirklich lässige Produkte! Mir ist das mit einer Freundin aus Norddeutschland passiert, die da war und gemeint hat, wir haben in Österreich wirklich ein hochwertigeres Angebot, als sie in ihrem lokalen Supermarkt zu Hause vorfindet.
Nicht zuletzt deshalb sollten wir hier und heute bei aller Diskussion und bei aller Liebe zum Diskurs, bei allen Verbesserungsmöglichkeiten, die auch im Raum stehen und die definitiv aufgegriffen werden müssen, eines nicht aus den Augen verlieren: Wir haben eine Chance und wir haben aus meiner Sicht auch eine Verpflichtung, das übliche Parteienhickhack kurz beiseitezulassen und im Sinne der Sache für die Landwirtinnen und für die Landwirte in Österreich zu argumentieren und überparteilich ein Zeichen zu setzen. Es geht um viel.
Im Vorjahr hat Österreich Lebensmittel und Agrarprodukte im Wert von fast 12 Milliarden Euro exportiert; das sind fast 8 Prozent aller heimischen Waren- und Dienstleis-
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