Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 190

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Genau das ist eine große Herausforderung für die Landwirtschaft: dem Import da ent­sprechend entgegenzuwirken. Das können wir nur mit der guten Qualität erreichen – die wir haben –, und das müssen wir mit Gütesiegeln absichern, sodass es letztendlich der Konsument vor dem Regal auch erkennen kann. Da ist der Konsument der große Partner der österreichischen Bauern und Bäuerinnen, und dafür darf ich mich recht herzlich bedanken. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Mit den Herkunftskennzeichnungen geschützte Ursprungsbezeichnung und geschützte geografische Angabe schaffen wir genau das: die Regionen auf den Produkten sicht­bar zu machen und letztendlich auch Wertschöpfung in diese Gebiete zu bringen.

Unsere Produkte werden geschätzt. Ich bitte Sie, wenn wir darüber diskutieren, ob vor allem im Bereich Schweinehaltung GVO-frei gefüttert werden soll oder nicht – wir ha­ben das auch schon im Ausschuss diskutiert –, schon auch eines zu beachten: Der An­trag im Parlament ist das eine, aber die Bestellung draußen am Markt ist letztendlich die Realität, die Wirklichkeit für den Bauern, und er wird dann auch entsprechend pro­duzieren. Sie brauchen hier nicht das Pferd von hinten aufzuzäumen; wir verlieren auf­grund überhöhter Auflagen letztendlich wieder Produktion in Österreich. Schicken Sie bitte eine E-Mail – das ist wahrscheinlich wirksamer als der Antrag – an alle Ihre Be­triebsräte, morgen in allen Werkskantinen Österreichs GVO-frei produziertes Fleisch zu bestellen, und Sie werden es von den österreichischen Bäuerinnen und Bauern be­kommen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Auch die Diskussion um den Pflanzenschutz ist mittlerweile müßig, denn wir haben hier keine Luxusdiskussion mehr, ob sich eine Produktion teuer oder billig darstellen lässt, sondern wir sind mittlerweile so weit, dass wir feststellen müssen: Haben wir diese Kultur in der Produktion im eigenen Land noch oder haben wir sie nicht mehr? In einer Zeit, in der die Lebensmittel immer gesünder werden und die Qualität immer besser wird, die Menschen immer gesünder älter werden, ist die Diskussion, ob wir mit Be­triebsmitteln arbeiten, die nicht gesund sind, die nicht zum Wohle der Menschen sind, wirklich müßig und letztendlich ein Angriff auf die Landwirtschaft in Österreich.

Wenn wir Produktion halten wollen, dann brauchen wir auch entsprechende Betriebs­mittel. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

19.03


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Gerald Hau­ser zu Wort. – Bitte.


19.03.22

Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Minis­ter! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich schließe an den Ausführungen meines Vorredners, des Kollegen Schmuckenschlager, an: Jawohl, wir haben fantastische landwirtschaftliche Produkte, wir sind ja nicht umsonst der Feinkostladen Europas. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Wir haben viele kleine und kleinstrukturierte Landwirt­schaften, die hervorragende Produkte herstellen.

Was war das Problem? – Das Problem war, dass Abnehmer – Hotellerie, Gastronomie, auch Einheimische – vorhanden sind, diese sich aber immer darüber beklagt haben, dass diese landwirtschaftlichen Produkte nicht zu jeder Zeit in der erforderlichen Quali­tät und Menge verfügbar sind. – No na net! Das sind ja Kleinbetriebe, die kleine Men­gen in einer hohen Qualität produzieren, und deswegen sind sie eben nicht in der La­ge, immer zu liefern. Wir haben uns daher überlegen müssen, was wir tun können, um den Absatz zu ermöglichen, und deswegen war die Gründung des Netzwerks Kulinarik, über das wir ja im Landwirtschaftsausschuss lange diskutiert haben, der richtige Schritt. (Zwischenruf des Abg. Preiner.)

 


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