aber eben auf diese Veränderung eingehen, und genau das wollte auch die letzte Regierung, und wir führen das hiermit weiter.
Mit dieser Gesetzesnovelle setzen wir einen Schwerpunkt auf Zukunftsskills. Die Anwendung von Mint-Fächern spielt für die Berufswelt eine immer größere Rolle, und deswegen ist die aktuelle Reform mit der Überführung der angewandten Informatik von einem Freifach zu einem Pflichtfach für alle Schüler so notwendig. EDV-Kenntnisse sind heutzutage, meine Damen und Herren, genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen, und mit diesem Gesetz sichern wir die sogenannte Computer Literacy auch für die nächsten Generationen.
Auch die bisherigen Pflichtinhalte wollen wir praxisnäher machen. Die Mathematik war zu theoretisch, jetzt machen wir sie zur Angewandten Mathematik. Deutsch polieren wir ein bisschen mit Kommunikation auf und sorgen dafür, dass das alles nicht nur graue Theorie bleibt, sondern dass wir auch das lernen, was uns in der Berufswelt hilft.
Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch die Adaption der Fachbereiche, denn auch diese werden praxisnäher und vor allem kombinierbar gemacht. Wer beispielsweise den Schwerpunkt Metall wählt, kann zusätzlich auch in den Fachbereich Elektro hineinschnuppern. Das ist wichtig, wenn man sich beispielsweise auf den Lehrberuf Mechatroniker vorbereitet, einen Lehrberuf, der in der Wirtschaft immer stärker gebraucht wird.
In diesem Zusammenhang ist auch die letzte wesentliche Neugestaltung im Poly wichtig, nämlich die Erweiterung der Orientierungsphase, denn nicht jeder kann sich mit 15 Jahren genau vorstellen, was beispielsweise ein Mechatroniker bei Elektroprüfständen machen soll. Genau das versuchen wir: dass sie eben in dieser Orientierungsphase auf zukünftige Lehrberufe vorbereitet werden.
Entscheidend ist aber vor allem, was mir beispielsweise ein Direktor einer Polytechnischen Schule in Kärnten gesagt hat: Sein Geheimrezept sind zwei Faktoren: einerseits Faszination und andererseits Kooperation.
Wie schaffen wir Faszination? – Faszination schaffen wir vor allem auch mit Lehrern aus der Berufswelt. Es gibt beispielsweise einen ehemaligen Flugzeugbauer, der mit den Schülern eine einsatzfähige Propellermaschine gebaut hat. Genau das schafft Motivation und Interesse an zukünftigen Lehrberufen.
Was ist Kooperation? – Kooperation mit Unternehmen ermöglicht den jungen Leuten teilweise, in die Unternehmen hineinzuschnuppern und somit auch die Angst vor der Jobsuche und nach einer Lehrstelle für nachher zu vermeiden. Genau darauf müssen wir setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Meine Damen und Herren, mein Ziel und meine Vision sind, dass die Polytechnischen Schulen in Österreich zu Startrampen des Erfolgs werden, dass sie sozusagen ein High-Potential-Programm für die Innovationsgesellschaft in Österreich werden. Auf keinen Fall aber darf dieser Schulzweig durch lokale politische Fehlstellungen zum Abstellgleis verkommen, wie das leider im roten Wien tragischerweise passiert ist. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
21.39
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Cox. – Bitte.
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Eine meiner schönsten und spannendsten Aktionen und auch Momente war die Arbeit, bei der wir uns das Thema der Sonderschulen in Oberösterreich angeschaut haben. Dabei ging es konkret um die Aktion „Rettet die I-
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