berechtigten gehören u. a. Elternabende und die regelmäßige Information der Eltern und Erziehungsberechtigten. Kooperationen mit der Schulärztin und dem Schularzt, der Schulpsychologin und dem Schulpsychologen sowie der Schulsozialarbeit und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen wie z. B. mit Angeboten der Jugendarbeit, Mädchen- und Bubenberatungsstellen, der Gemeinde, mit Vereinen und mit Partnerschulen ist zu empfehlen.“ (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Ruf bei der SPÖ: Juhu! – Abg. Heinisch-Hosek: Genau das steht im Erlass! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
21.17
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kucher. – Bitte.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Finanzminister! Ich glaube, es ist Ihnen jetzt, als Sie das haben miterleben müssen, genauso wie Sebastian Kurz gegangen. Sie kommen da herein, vertreten die Bildungsministerin und wissen nicht mehr, wo Sie sind. Sebastian Kurz ist ja vor Kurzem auch unabsichtlich wo hineingeraten. Er hat gar nicht gewusst, wo er ist, hat den Herrn gar nicht gekannt, der für ihn gebetet hat, der für ihn Gutes getan hat. (Abg. Mölzer: Verschwörungstheorien!) Er ist dort angehimmelt worden. Er hat zwar gesagt: Hi, Ben!, aber er hat nicht gewusst, wer die alle sind und was dort mit ihm passiert.
So ähnlich ist es jetzt Ihnen gegangen, und das ist das Spannende, das sich jetzt gerade in der ÖVP abspielt, dass nämlich Sebastian Kurz witzigerweise seit seiner Segnung auf Selbstfindungstour durch Österreich unterwegs ist und seine, wie soll ich sagen, Gefährtin im Glauben Kugler gebeten hat: Sorge für Ordnung, wir brauchen mehr Ideologie, weniger Expertenwissen, die Volkspartei muss ein bisschen mehr – ich weiß nicht, was man in Zukunft sein muss – erzkonservativ sein! – Ich weiß nicht, Frau Kollegin Kugler, wie Sie sich bezeichnen würden. Mir persönlich ist es auch ganz egal. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Ich sage es Ihnen in der Debatte ganz offen, ich bin froh, wenn Sie im Glauben Ihre Erfüllung finden, wenn es Ihnen gut geht. Woran jemand im Leben glaubt, ist mir persönlich wirklich egal, solang der Mensch glücklich ist. Mir geht es nur darum, dass man andere Menschen auch leben lässt und dass man den Respekt vor der Wissenschaft schon auch irgendwie bewahrt.
Es ist deswegen auch symptomatisch, dass der ehemalige Minister Faßmann auf einmal gar nichts mehr zählt. Er hat gesagt, es gibt Expertinnen und Experten, die auch im Bereich der Sexualpädagogik wissen, was richtig ist, die sich damit auseinandersetzen, da gibt es die Weltgesundheitsorganisation, die mit Standards arbeitet – und auf einmal zählt das alles gar nicht mehr? Das wischen wir irgendwie weg? – So kann man doch bitte nicht arbeiten! Das ist doch ein zu ernstes Thema. Da müsste man doch miteinander eine Lösung finden können.
Wovon spreche ich ganz konkret? – Im Bereich der Sozialpädagogik würde es zum Beispiel in Kärnten, wo ich herkomme, die Kärntner Aidshilfe treffen, die auch an den Schulen ausgezeichnete Arbeit leistet. Ich möchte auch ganz offen wissen: Was würde zum Beispiel aus der Aidshilfe werden? Ist garantiert, dass die weitermachen können? Da geht es um zehntausend Schülerinnen und Schüler, die allein in Kärnten jedes Jahr die Kurse der Aidshilfe besucht haben. Und denen sagt man jetzt einfach: Es ist völlig egal, wie es weitergeht! – So könnt ihr doch mit den Menschen nicht umgehen, das ist doch nicht die Art und Weise, wie wir hier Entscheidungen treffen können! (Beifall bei der SPÖ.)
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