Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 184

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aussprechen, die in dieser Zeit große Herausforderungen bewältigt haben. Ich glaube, es ist gut, einmal Danke zu sagen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)

Wir haben heute ja schon in vielen Debattenbeiträgen gehört, dass das ein Budget ist, in dem die Zahlen nicht stimmen, das zweite Budget, das Finanzminister Blümel vorlegt, in dem hinten und vorne keine Zahl stimmt – über weite Strecken ist das so.

Beim Budget für die Volksanwaltschaft muss man eine kleine Ausnahme machen, das ist von der Budgetgröße und auch hinsichtlich der Anforderungen, die in der Zukunft kommen, relativ überschaubar, also werden die Zahlen da relativ gut passen. Das hängt aber eben, wie gesagt, weniger mit der Expertise des Finanzministers zusammen, son­dern mit der Eigenart des Budgets.

Meine geschätzten Damen und Herren, es ist so, dass trotz allem große Heraus­for­derungen auf die Volksanwaltschaft zukommen werden. Wir haben in der ersten Lock­downphase gesehen, wie stark die Zahl der Anfragen bei der Volksanwaltschaft ge­stiegen ist und wie notwendig es auch ist, Sonderprüfungen und Sonderberichte zu machen. Genau für diese Zwecke braucht es die entsprechenden Ressourcen und die entsprechenden Mittel, und diese müssen in einem Budget, das auch die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger dementsprechend berücksichtigt, sichergestellt sein.

Wenn man sich das anschaut, dann sieht man, dass das eine Situation ist, die für die Volksanwaltschaft nicht einfach war. Kontrollbesuche konnten während der Covid-Krise nicht in der Form durchgeführt werden, wie man es gewohnt war, und auch Sprech­stunden und Sprechtage in den Bundesländern konnten nicht in der Art und Weise durchgeführt werden – das ist gerade für die Menschen in den Wien etwas ferneren Bundesländern ein großer Faktor, um direkt mit dem Volksanwalt in Kontakt zu treten. Darum glaube ich, dass es wichtig ist, dass man hier Lösungen findet, die dem in Zukunft auch entsprechen.

Ich habe es schon im Ausschuss gesagt: Ich würde anregen, das Onlineangebot der Volksanwaltschaft etwas auszudehnen, um einerseits in Zeiten wie diesen gerüstet zu sein und um damit andererseits auch ein bisschen ein jüngeres Publikum anzusprechen, denn wir wissen, das Hauptpublikum der Volksanwaltschaft sind nicht die allerjüngsten Bürgerinnen und Bürger. So gesehen gibt es auch in diesem Bereich einiges zu tun.

Abschließend noch einmal ein Dank an die Volksanwaltschaft und deren Mitarbei­terinnen und Mitarbeiter, die Ausgezeichnetes leisten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

14.52


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Ernst Gödl. – Bitte, Herr Abgeordneter.


14.52.21

Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Frauen Ministerinnen! Alle Damen und Herren auf der Regierungsbank! Seit einigen Jahrzehnten sind die west­europäischen Länder mehr oder weniger starker Zuwanderung ausgesetzt. Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung in den westeuropäischen Ländern haben Migrations­hinter­grund, und so ist es auch bei uns. Deswegen kommt natürlich der Integration eine ganz besondere Bedeutung für das Funktionieren der Gesellschaft zu. So ist es auch im Regierungsprogramm geschrieben: „Ziel der Integration ist die gleichberechtigte Teil­habe am gesellschaftlichen Leben.“

 


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