Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 256

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Bewegung zu ermöglichen. Auch die WHO empfiehlt zumindest 60 Minuten Bewegung für Kinder zwischen fünf und 17 Jahren. Die AGES hat festgestellt, dass Sport einer der Bereiche ist, der bisher keine Corona-Cluster produzierte. Laut diverser Studien, sind Kinder und Jugendliche überhaupt nur selten an den Folgen des Covid-Virus´ betroffen – sie spielen in der Corona-Pandemie nur eine untergeordnete Rolle, da sehr wenige symptomatische Verläufe festgestellt werden und sie das Virus auch nur selten weitergeben.

Nicht nur für Schüler, sondern auch für Vereinssportler ist derzeit der Mangel an Bewegung ein Problem, denn die Betretung der geschlossenen Sportstätten für Hobby- und Amateursportler ist verboten. Es ist jedoch nicht einzusehen, dass nur Spitzen­sportler ihre sportliche Tätigkeit ausüben dürfen, weshalb - wie auch in anderen Be­reichen - Vereins- und Hobbysportler die Möglichkeit bekommen sollen, die Sportstätten mit entsprechenden Hygiene- und Präventionskonzepten betreten und verwenden zu dürfen. Trainingseinheiten in geschlossenen Räumlichkeiten müssen, analog zum Spit­zen­sport, erlaubt sein.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden

Entschließungsantrag

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, sofortige Schritte zu setzen, um in Zeiten der ,de facto-Schulschließung‘ ausreichend Bewegung an österreichischen Schulen sicher­zustellen und eine rasche Öffnung aller Sportstätten, mit entsprechenden Hygiene- und Präventionskonzepten, für den Breitensport zu ermöglichen.“

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Präsidentin Doris Bures: Der Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht daher mit in Verhandlung.

Frau Abgeordnete Gudrun Kugler, Sie gelangen als Nächste zu Wort. – Bitte.


18.50.20

Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vize­kanzler! Frau Ministerin! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Ich werde heute die Volks­anwaltschaft noch einmal zitieren, aber erst zu späterer Stunde! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute schon einmal bei dieser Untergliederung über das Thema Integration gesprochen. Ich möchte es noch einmal aufgreifen, denn ich glaube, die Brisanz des Themas Integration kann man gerade nach dem islamistischen Anschlag am 2.11. nicht ausreichend betonen.

Der Herr Bundeskanzler hat von einer zivilisatorischen Auseinandersetzung ge­sprochen. Ich glaube, dass dieses Wort das Problem gut beschreibt. Wir müssen einen rechtlichen Rahmen schaffen, um unsere Freiheit, unsere Werte, unsere Demokratie zu verteidigen. Wir müssen stark auftreten und wir müssen auch streng auftreten, um das zu erreichen.

Die Herausforderungen sind groß, vieles kann der Bund machen, aber vieles müssen auch die Länder machen. Darum war das für mich gestern sehr traurig, dass das Thema Integration in der Pressekonferenz von Rot-Pink gar nicht vorgekommen ist, obwohl Wien ein Hotspot der Problematik ist. (Abg. Loacker: So ein Blödsinn!) Ich habe mir auch heute das Regierungsprogramm noch einmal genau angesehen und habe das Wort Integration nicht einmal in irgendeiner Überschrift gefunden. Es kommt ein paarmal


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