Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 258

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die im Bundesdienst tätig sind, sondern auch an jene in den Kommunen, in den Bun­desländern, und damit bin ich schon bei den Kindergärtnerinnen, Kindergärtnern, bei den Lehrerinnen und Lehrern, bei den Bediensteten in Pflegeheimen, in den Kranken­häusern, aber natürlich auch bei der Polizei, bei den Angehörigen des Bundesheeres et cetera. Ich glaube, schon während des ersten Lockdowns wurde bewiesen, wie leis­tungsfähig der öffentliche Dienst trotz Homeoffice  überall, wo es gegangen ist ist. Das ist ja auch jetzt so. Insgesamt, glaube ich, kann sich die Leistungsfähigkeit durchaus sehen lassen. Ich schließe mich diesem Dank also ausdrücklich und gerne an.

Das andere Gute für den öffentlichen Dienst ist glaube ich, auch wenn Kollege Loacker, der mich extra angesprochen hat, vielleicht jetzt nicht in Begeisterung verfällt , dass es dort nicht weniger Planposten werden. Warum das nun wieder? – Das heißt nicht, dass der öffentliche Dienst nicht ständig versucht, effizienter zu werden, aber wir setzen Schwer­punkte und haben natürlich mehrere Programme laufen, insbesondere im Bereich der Justiz, der Gesundheit, aber auch der größte Anteil im Bereich der Polizei, wodurch regelmäßig und sukzessive mehr Planposten besetzt werden. Unterschätzen wir das Thema nicht! Wir haben in den nächsten beiden Legislaturperioden im öffentlichen Dienst fast 50 Prozent, die sich, wenn man so will, „austauschen“, im Wesentlichen durch Pensionierungen oder durch Ruhestandsübertritte.

Und wenn das jetzt so ist, ist es gut, wenn wir jetzt mehreres gleichzeitig umsetzen. Ich möchte nur einen Schwerpunkt herausgreifen, der sich jetzt überall durchzieht: die Digi­talisierung. Sie wird eine ganz große Rolle spielen, einerseits beim Wissenstransfer, den wir da zu organisieren haben, zweitens auch beim Personalrecruiting, was ja genau damit zusammenhängt, und drittens hätten wir aktuell, dass das alles auf modernere Schienen gestellt wird, auch schon in der jetzigen Fort- und Weiterbildung, wenn ich daran denke, wie etwa die Verwaltungsakademie momentan arbeitet. – Auch dafür Aner­kennung und Dank.

Zum Sport: Auch da geht der Dank an die vielen Vereinsobmänner, -obfrauen und auch die vielen Freiwilligen, die dort arbeiten, dass sie, obwohl hier manchmal ein anderer Eindruck erweckt wird, jetzt nicht kollektiv den Kopf in den Sand stecken, sondern, ganz im Gegenteil, schauen, wie wir über diese schwierigen Zeiten drüberkommen. Das ist gut so.

Richtig ist, dass im österreichischen organisierten Sport jetzt in diesen Tagen und Wochen relativ wenig möglich ist, aber wir haben es eh im Ausschuss breit und aus­führlich diskutiert: Momentan geht es nicht mehr darum, mit dem Rechenschieber hinter­herzusein, wo genau sich angeblich jemand angesteckt hat und wo nicht. Alle sagen, in ihren Bereichen steckt sich niemand an – man fragt sich nur: Woher kommen dann die hohen Infektionszahlen? Momentan ist es halt so, dass wir versuchen, auf allen Ebenen die physischen Kontakte zu reduzieren oder doch drastisch einzuschränken, zugegeben, aber das, meine ich, richtigerweise, da wir so wieder auf ein Niveau kommen, von dem weg man überhaupt wieder rechnen und Cluster erkennen kann, wo sich jemand ansteckt oder nicht. Das ist ja schon seit Wochen – ja, man muss es eingestehen – nicht mehr möglich, weil über drei Viertel der Fälle gar nicht nachvollziehbar sind.

Also es braucht mir niemand zu erklären, wo sich jemand ansteckt und wo sich niemand ansteckt. Das hat sich aufgehört. Wir müssen das neu aufsetzen. Das darf man von mir aus kritisieren, ja (Zwischenruf des Abg. Stefan), warum da nicht schon früher etwas getan wurde und was weiß ich was, aber jetzt ist die Situation so. Es geht in dem Bereich sicherlich um einen Neustart – und dann auch wieder im Sport, na selbstverständlich. (Beifall bei Grünen und ÖVP. Abg. Amesbauer: Wann? Datum!)

 


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