da mit einem relativ hohen Risiko wieder Zusammenhänge mit einer nächsten Pandemie geben könnte und geben kann.
Das sollte eine österreichische Initiative auf europäischer Ebene sein: Schluss mit dieser brutalen Pelztierproduktion! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zu einem dritten Punkt: Eine Kollegin hat das Thema Plan und Leidenschaft thematisiert – das habe ich mir aufgeschrieben, weil es mir gut gefallen hat. Ich bin zwar der gegenteiligen Meinung, was das Ergebnis betrifft, aber dass beides wichtig ist, darin sind wir einer Meinung. Die Frage ist nämlich, wie wir die Durchimpfungsrate auf eine gute Art und Weise erreichen können. Wir werden in Kürze mit einem Gesetzentwurf dazu, wer aller wird impfen dürfen, in das Hohe Haus kommen. Da wird es Erweiterungen geben müssen, darin stimmen wir überein. Welche Gruppe es genau ist, daran arbeiten unsere Experten derzeit, und das werden wir entsprechend vorlegen. Derzeit haben wir als die Legitimierten im Wesentlichen die Ärzte und die Diplomkrankenpfleger. Wir werden das deutlich erweitern, damit wir das Ziel einer sehr hohen Durchimpfungsrate von zumindest 50 Prozent plus x in Österreich – und das x soll möglichst groß werden – auch tatsächlich schaffen.
Ja, ich kann nur zustimmen, wir werden aus dem herkömmlichen Weg hinausgehen und viel breiter auf Bevölkerungsgruppen zugehen. Ein Beispiel ist: Wir werden sehr stark in Betriebe gehen, gemeinsam mit den Betriebsärztinnen und Betriebsärzten, mit der Wirtschaft, mit der Industrie, mit den Gewerkschaften, mit den Arbeiterkammern vorgehen, um ein sehr nahes Angebot vor Ort zu machen. Wir werden selbstverständlich bereits in der Startphase mit dem Angebot auch ganz stark in Alten- und Pflegeheime gehen, weil das die „Hauptrisikogruppe“ – unter Anführungszeichen – ist.
Wir werden dieses Angebot in einem breiten Bereich formulieren, natürlich auch im öffentlichen Raum. Aus meiner Sicht sind die Impfstraßen in Wien, die einmal im Testlauf realisiert wurden, sehr gut. Auch das wird ein Modell sein, das wir österreichweit ausrollen, um einen möglichst barrierefreien, guten Zugang zu ermöglichen.
Wir werden vier Phasen der Impftätigkeit vorbereiten: zuerst eben sehr spezifische Zielgruppen, wobei es um Risikogruppen und besonders verwundbare Gruppen und dann um die Gesundheitsberufe gehen wird. So werden wir schrittweise mit einem sehr klaren Programm vorgehen. Das ist ein wichtiger Punkt.
Der nächste wichtige Punkt aus meiner persönlichen Sicht ist die Frage der Nebenwirkungen – andere sagen Kollateralschäden, aber mir gefällt diese Begrifflichkeit nicht so –, Nebenwirkungen in folgendem Sinn: Ja, wir hatten auch in den Spitälern und im gesamten Gesundheitssystem Nebenwirkungen der Covid-Bekämpfung auf Bevölkerungsgruppen, vor allem, als es im Frühling schon sehr stark die Stimmung gegeben hat, dass Spitäler und Arztpraxen keine sicheren Orte sind. Das wollen wir korrigieren, denn es ist extrem wichtig, dass die Arztpraxis und das Spital als sichere Orte gesehen werden und die Früherkennungsuntersuchungen, die Kontrolluntersuchungen ganz normal weiterlaufen.
Mein Appell lautet im Übrigen auch, die Kinderimpfprogramme weiter umzusetzen, sich keine Sorgen in diesem Bereich zu machen und keine medizinischen Kontrolltätigkeiten, Kontrollgänge und etwa auch keine Impfung wegzuschieben, weil man sich Sorgen über den Ort macht. Das ist kein Risikoort, sondern dort gibt es bestmöglichen Schutz. Meine Bitte, mein Appell lautet, diese Termine tatsächlich nicht zu verschieben, sondern jetzt wahrzunehmen, da es geplant ist. Die Spitäler und alle anderen stehen dafür zur Verfügung. Wir haben ja den großen Vorteil im Vergleich zum Frühling, dass wir jetzt ausreichend Schutzmaterialien haben. Ich glaube, das sollten wir alle so kommunizieren, da diese Nebenwirkungen – sie werden auch diesmal vorhanden sein, das muss man
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