Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 640

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Nicht nur Polymun Scientific ist ein österreichisches Unternehmen, auch Biontech hat einen österreichischen Mitgründer, nämlich Christoph Huber, der da mit seinen Kogründern Unglaubliches geleistet hat. Wir könnten dieses Unternehmen hier in Öster­reich haben. Ich war damals selbst noch im AWS, als wir versucht haben, diese drei Menschen nach Österreich zu holen, wir konnten ihnen allerdings zu wenig Förderungen und Finanzierungen bieten.

Zu erwähnen ist natürlich Apeiron in der Medikamentenentwicklung, aber auch FX06 von der Med-Uni Wien ist ein Medikament, das hier entwickelt wurde und auf dem besten Weg ist.

Was will ich damit sagen? – Das wertvollste Gut, das wir in Österreich haben, sind kluge Köpfe, deren brillante Ideen, breites Wissen und Know-how. Jetzt habe ich nur den medizinischen Bereich beleuchtet, der in Pandemiezeiten ganz, ganz wichtig ist, aber da gibt es andere Bereiche wie künstliche Intelligenz, wie natürlich Klimaforschung et cetera, et cetera, die auch Geld brauchen. Vor allem die interdisziplinäre Kooperation braucht Geld, denn die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind nicht mehr einzeldisziplinär aufzulösen; da braucht es Zusammenarbeit und Zusammenwirken.

Ein großes Lob an Sie: Sie haben wirklich einen Meilenstein gesetzt, was die Unter­stützung der Forschung im Klimaschutzbereich anlangt, aber ich würde mir so sehr wünschen, dass wir ähnliche Budgeterhöhungen auch für andere Bereiche bekommen.

Die Begleitforschung, die ich mir auch so sehr wünschen würde, ist heute schon zum Thema geworden; das bräuchte es dringend für eine interdisziplinäre Betrachtung und Bewertung der Maßnahmen, die wir im Lockdown setzen. Heute ist ein „Nature“-Paper von einem österreichischen Konsortium herausgekommen, das aus der mathematisch-algorithmischen Künstlichen-Intelligenz-Logik heraus eine Einschätzung der Maßnah­men gibt. Ich würde mir aber trotzdem so sehr wünschen, dass es da einen psycholo­gischen, einen wirtschaftlichen, einen pädagogischen Blick darauf gibt und dass diese Maß­nahmen gemeinsam eingeschätzt werden, denn sonst ist es immer nur eindimen­sional. (Beifall bei der SPÖ.)

Also bitte mehr Geld auch für andere Bereiche! Bitte mehr Geld auch für die National­stiftung, auch der Österreich-Fonds gehört dotiert, die klinische Forschung gehört weiter dotiert et cetera, et cetera. Die Liste ließe sich fortsetzen. Weiter so, Frau Ministerin – auch für die anderen Bereiche bitte! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Krisper.)

14.07


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Ing. Martin Litschauer. – Bitte, Herr Abgeordneter.


14.07.38

Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehern und via Livestream! Ich wohne etwas mehr als 120 Kilometer vom Parlament entfernt, und trotzdem dauert es fast 2,5 Stunden, bis ich aus dem Waldviertel mit dem Zug hier bin. Jetzt muss ich aber zugeben, wenn ich mit dem Auto fahre, spare ich mir auch nicht wirklich viel Zeit.

Insoweit freut es mich sehr, dass wir mit dem ÖBB-Rahmenplan in einer Höhe von 17,5 Milliarden Euro das größte Bahnausbauprojekt Österreichs gestartet haben. In diesem ÖBB-Rahmenplan ist auch der Ausbaubeginn der Franz-Josefs-Bahn enthalten. Der sektorielle zweigleisige Ausbau der Franz-Josefs-Bahn wird für die PendlerInnen aus Gmünd bedeuten, dass sich die Fahrzeit nach Wien um 10 Minuten verkürzen wird, und ich denke, das ist schon ein ganz guter Anfang. Wenn wir dann noch das Wagen­material verbessern, können wir die Fahrzeit noch wesentlich verkürzen.

 


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