Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll62. Sitzung, 17. bis 19. November 2020 / Seite 639

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Coronaviren im Abwasser, wodurch man ein erhöhtes Risiko durch Coronaviren fest­stellen kann. Ich glaube, das ist genau das, was wir in diesem Moment auch brauchen.

In diesem Zusammenhang ist natürlich auch der Klimaschutz wesentlich. Das ist – Sie haben es schon gesagt – ein Klimaschutzbudget, und ich glaube, das ist wesentlich, weil wir natürlich schauen müssen, dass wir, obwohl die österreichische Industrie gerade auch in diesem Bereich international vorzeigefähig ist, auch unseren weiteren Beitrag leisten. Das ist auch gut so, weil es da, glaube ich, große Chancen gibt, vor allem für die Wirtschaft, weil wir diese Technologien natürlich auch exportieren und davon auch profitieren können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Ein Schwerpunkt, den ich noch erwähnen möchte, sind die Important Projects of Common European Interest, die sogenannten Ipceis, die auch auf europäischer Ebene dazu bei­tragen sollen, dass wir in Europa wieder unsere Wertschöpfungsketten, unsere Schlüs­seltechnologien vertiefen. Österreich nimmt bisher – wir hoffen, dass wir noch an weite­ren teilnehmen werden – an zweien teil: Mikroelektronik und Batterie. Ich glaube, das ist wesentlich, weil das auch Beispiele für Industrien oder für Wirtschaftsbereiche sind, im Bereich derer Österreich wirklich ein Musterland ist.

In diesem Zusammenhang zum Abschluss ein Zitat von Roman Herzog, ehemaligem deutschen Bundespräsidenten, aus seiner Berliner Rede: „Die Fähigkeit zur Innovation entscheidet über unser Schicksal.“ – Was es braucht, ist ein Innovationsschub. Ich glaube, der Innovationsschub ist mit diesem Budget gegeben, und darüber freue ich mich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

14.03


Präsident Ing. Norbert Hofer: Frau Mag.a Dr.in Sonja Hammerschmid gelangt nun zu Wort. – Bitte, Frau Abgeordnete.


14.03.06

Abgeordnete Mag. Dr. Sonja Hammerschmid (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir haben heute, gestern und die Tage davor auch schon intensiv über Corona und die Auswir­kungen auf uns alle gesprochen, eine Pandemie, die uns am Ende des Tages mitten ins Mark getroffen hat. Die einzige Chance, aus dieser Misere herauszukommen, ist schlichtweg ein Impfstoff oder ein Medikament, das diese Erkrankung bekämpfen kann. Diese Impfstoffe, diese Medikamente fallen aber nicht vom Himmel. Sie sind das Ergeb­nis langjähriger Grundlagenforschung, langjähriger angewandter Forschung und Innova­tion. Ich möchte bei Kollegin Niss anschließen, nämlich beim Thema Innovationskraft österreichischer Forscherinnen und Forscher, und kurz ein Licht darauf werfen, was von österreichischer Seite für Impfstoffe und für Medikamente geleistet wurde.

Einige haben ja sicher wahrgenommen, dass seit Neuestem Busse Schulen anfahren, die RT-Lamp-Tests an Bord haben – ein Test, der hier in Wien von der Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit den Universitäten weiterentwickelt wurde, um ganz, ganz schnell zu einem Ergebnis zu kommen; auch der Gurgeltest wurde in Wien von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern entwickelt.

Auf der Impfstoffseite gilt es, zu vermelden, dass es ohne das Unternehmen Polymun Scientific, das seinen Sitz in Klosterneuburg hat, keinen Impfstoff von Biontech geben könnte, der ja jetzt der Frontrunnerimpfstoff ist. Polymun Scientific ist eigentlich ur­sprüng­lich ein Spin-off der Boku. Was tut dieses Unternehmen? – Es verpackt diesen Impfstoff in eine Formulierung, sodass der Impfstoff in die Zelle hineingehen und seine Wirkung entfalten kann. Das Unternehmen will heuer noch 100 Millionen Dosen bereit­stellen und nächstes Jahr 1,3 Milliarden Dosen produzieren.

 


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