Abgeordnete Claudia Plakolm (fortsetzend): Und diese Woche ist dann noch eine neue Facette dazugekommen: Die NEOS-Chefin Meinl-Reisinger hält den schnellen Ausstieg aus der Atomenergie für einen Fehler. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger. – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Atomenergie gut finden, das macht sonst keiner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Den Schlusssatz bitte, Frau Abgeordnete!
Abgeordnete Claudia Plakolm (fortsetzend): Wir wollen keine Generation Corona und keine Generation Atomenergie! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.)
9.40
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Klubobfrau Rendi-Wagner. (Abg. Scherak: Zur Geschäftsbehandlung!)
Entschuldigung, Kollege Scherak, ich habe das jetzt nicht gesehen. – Zur Geschäftsbehandlung, bitte.
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Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich hätte nur eine Bitte an Sie: Da Sie sonst, wenn irgendwo Transparente ausgerollt werden, oder bei etwaigen Taferln, die in die Höhe gehalten werden, sehr rasch darum bitten, sie hinunterzunehmen, wäre es wichtig, das auch im eigenen Parlamentsklub so zu machen und sehr rasch zu reagieren! (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.)
9.41
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Scherak, das waren nicht einmal 30 Sekunden, und das letzte Mal habe ich 40 Sekunden gewartet. Ich weise das zurück, dass ich in irgendeiner Form ungleich behandle! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen.) Ich habe jedes Transparent – jedes Transparent! – mindestens 30 Sekunden zugelassen. (Ruf bei der SPÖ: Falsch! Das ist so ungerecht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) So ist es.
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Frau Abgeordnete Klubobfrau Rendi-Wagner ist zu Wort gemeldet. – Bitte.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Vizekanzler, ich habe Ihnen gut zugehört, und eigentlich bin ich das, was ich von Ihnen in den letzten 10 Minuten jetzt gehört habe, nicht gewohnt, vor allem nicht diesen Hochmut (Ruf bei der ÖVP: Hochmut! Ha, ha!) und diese Arroganz, die Sie uns, dem Hohen Haus, hier entgegenbringen (Beifall bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker), indem Sie uns auffordern, auf den Boden zurückzukommen. Ich denke, Herr Vizekanzler, das steht Ihnen in dieser Form auch nicht zu.
Ja, wenn es der Boden der Realität ist, dann ist das genau dort, wo wir als Sozialdemokratie tagtäglich sind. Deswegen sage ich Ihnen auch: Keiner von uns hat je behauptet, dass die Bundesregierung nichts macht, aber ich sage auch, dass es nicht genug ist, dass es der Dimension dieser Krise nicht gerecht wird (Abg. Sieber: Ja, ja, ja! – weitere
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