Das ist wie gesagt vom Prinzip her okay, aber nicht bis zum Ende durchdacht. Der Haken daran ist, dass die meisten Sportstätten nicht dem Bund gehören und dass der Bund über die meisten Sportstätten nicht verfügungsberechtigt ist. Das Problem ist, dass man eben den Ländern, Gemeinden, Vereinen oder Verbänden, denen diese Sportstätten gehören, nicht vorschreiben kann, wem sie sie wann, auf welche Art und unter welchen Bedingungen zu überlassen haben.
Deshalb haben wir im Regierungsprogramm vereinbart, einen Sportstättenatlas einzuführen, in dem Sportstätten verzeichnet sind, mit ihren Charakteristika, mit ihren Angeboten, mit allen Informationen darüber, was sie zu bieten haben und wie sie ausgestattet sind. Suchende werden sich an diesen Sportstättenatlas wenden können. Diese Daten werden online verfügbar sein, im Ministerium wird bereits daran gearbeitet. Er wird auch fertiggestellt werden, und damit wird den Sportlerinnen, Sportlern und den Vereinen eine Möglichkeit zur Verfügung gestellt werden, genau das auf einfache und transparente Art zu erreichen, ohne dass im Ministerium jemand sitzt und telefoniert, mauschelt und Druck macht. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
14.26
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Martina Diesner-Wais. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren im Parlament! Liebe Zuseher! Der von der FPÖ eingebrachte Antrag zur Sportstättenkoordinierungsstelle ist sicher gut gemeint. Frau Kollegin Steger, Sie sprechen aus Erfahrung von den Schwierigkeiten, die der einzelne Sportler hat, und das verstehe ich vollkommen. Doch eine beim Bund angesiedelte Koordinierungsstelle zu Sportstätten, von denen die meisten den Ländern und den Gemeinden gehören – das ist nicht so einfach. Länder und Gemeinden dürfen über Sportstätten, die ihnen gehören und von ihnen finanziert werden, nun einmal verfügen. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Die Forderung der Verbände und Sportler, diesbezüglich eine Hilfestellung zu erfahren, ist natürlich wichtig und gut, aber das ist nicht umsetzbar, da eben nicht der Bund Eigentümer ist. (Abg. Steger: Das haben Sie in der vorigen Regierungsbeteiligung noch anders gesehen!) Daher ist es viel einfacher und unbürokratischer, wenn die einzelnen Sportler bei den einzelnen Sportstätten anfragen. Aus diesen genannten Gründen können wir diesem Antrag nicht zustimmen.
Allerdings unterstützen wir unsere Gemeinden sehr, beispielswiese mit dem KIP, dem kommunalen Investitionsprogramm, mit dem unter anderem die Errichtung und Sanierung von Sportstätten ermöglicht wird. So leisten die Gemeinden einen großen Beitrag für die Sportler und für den Sport in der Gemeinde.
Weiters leisten wir einen Beitrag zur Unterstützung unserer Vereine, nämlich mit dem NPO-Unterstützungsfonds. Damit ist es einfach und unbürokratisch möglich, Geld zu bekommen, und es geht relativ schnell, wie mir viele Vereine bestätigt haben. Darum freue ich mich darüber, dass wir die Finanzierung dieses Fonds für das heurige Jahr verlängern konnten. Herr Bundesminister, da auch das nächste Jahr ein schwieriges werden wird, finde ich es wichtig, dass man das auch fortsetzt. Das wäre eine wichtige Sache.
In diesem Sinne möchte ich allen noch sportliche und frohe Weihnachtsgrüße übermitteln und Ihnen alles Gute und viel Gesundheit für das neue Jahr wünschen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
14.28
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