Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll71. Sitzung, 11. Dezember 2020 / Seite 254

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Zwei Bereiche, die auch schon kurz angesprochen wurden, waren uns besonders wich­tig. Die Erstsprachen wurden erwähnt. Genau da hat es in der Datenerhebung massive Lücken gegeben, die schlecht und schädlich waren, wie wir meinen. Wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass die Erstsprachen der Kinder viel besser als bisher erhoben werden. Das war auch ein ausdrücklicher Wunsch der Statistik Austria. Bisher wurde immer nur zwischen Deutsch und nicht Deutsch unterschieden. Es wurde überhaupt nicht unterschieden, wie gut ein Kind seine eigene Muttersprache kann, wann es in der eigenen Muttersprache alphabetisiert wird. All das soll jetzt systematisch erfasst werden – und das ist ein Fortschritt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Das zweite Beispiel, das uns auch besonders wichtig war, ist die Datenbasis für den Chancenindex. Wir alle wollen wissen, wo strukturelle Benachteiligungen in unserem Bildungssystem bestehen und wie man Ressourcen gezielt einsetzen kann, um diesen entgegenzuwirken – und dafür brauchen wir eine bessere Datenbasis. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass es da drinnen steht.

In diesem Sinne ist es, glaube ich, ein gutes Gesetz. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)

16.23


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wünscht die Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Wir legen, wie vereinbart, die Abstimmung an den Schluss der Verhandlungen über die Vorlagen des Unterrichtsausschusses.

16.24.0639. Punkt

Bericht des Unterrichtsausschusses über die Regierungsvorlage (480 d.B.): Bun­desgesetz, mit dem ein Bundesgesetz zur Finanzierung der Digitalisierung des Schulunterrichts (SchDigiG) erlassen wird (572 d.B.)

40. Punkt

Bericht des Unterrichtsausschusses über den Antrag 1076/A(E) der Abgeordneten Petra Bayr, MA MLS, Kolleginnen und Kollegen betreffend faire Laptops für Schü­ler*innen (573 d.B.)


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen nun zu den Tagesordnungspunk­ten 39 und 40. Die Debatten werden wieder unter einem durchgeführt.

Auf eine mündliche Berichterstattung wurde verzichtet.

Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Bayr. – Bitte.


16.24.45

Abgeordnete Petra Bayr, MA MLS (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Prinzipiell geht es in dem Tagesordnungspunkt darum, dass wir Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Schulstufen mit Tablets und Laptops ausstatten wollen. – So weit, so gut. Mir ging es in meinem Antrag darum, dass diese Tablets und Laptops re­furbisht, sprich wiederaufbereitet sind, weil das eine Menge an Rohstoffen und Res­sourcen spart, die zum Teil unter ganz furchtbaren Umständen geschürft werden, für die Kinderarbeit zum Einsatz kommt, mit deren Gewinnen, die oft von illegalem Abbau her­rühren, zum Teil Bürgerkriege oder Warlords finanziert werden.

Ich wollte also, dass diese Geräte refurbisht sind; ich wollte, dass sie garantiert repariert werden können; ich wollte, dass klar ist, dass dann, wenn es am Ende der Lebensspan­ne zur Entsorgung kommt, die Entsorgung ökologisch und sozial passt; und ich wollte,


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