Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll75. Sitzung, 21. Dezember 2020 / Seite 31

HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite

Ich bedanke mich bei all jenen, bei den Zigtausenden Freiwilligen, bei den Mitar­beite­rinnen und Mitarbeitern von Feuerwehr und Rotem Kreuz, bei unseren Kommunal­poli­tikern, die da wirklich Hervorragendes geleistet haben und noch leisten, damit wir diese Testungen auch durchführen können. Darum geht es, denn diese Testungen geben Sicherheit. Diese Testungen sind doch dazu da, dass man sagen kann - - (Abg. Amesbauer: Welche Sicherheit geben sie denn?) Ja, es ist halt so: Die Kickl-Truppe schreit nur. Ich kann es nicht ändern. Meine Damen und Herren, verzeihen Sie das! Wir haben hier eine Fraktion, bei der die Manieren in letzter Zeit leider Gottes verloren gegangen sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Es geht doch um das Testen. Es geht doch darum, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern dadurch auch wieder Vertrauen geben können. (Abg. Amesbauer: Das ist ja nicht wahr!) Wenn man sich zum Beispiel jetzt zu Weihnachten mit seinen Eltern in einem ganz kleinen Kreis trifft, dann ist es, wenn da Personen über 70 Jahre alt sind, doch vertrauensbildend, wenn man dort nur hingeht, wenn man getestet ist, wenn man also weiß, man ist nicht infektiös. Ist das so schwer zu verstehen? (Abg. Amesbauer: Das weiß man ja nicht!) Es ist doch menschlich notwendig, dass wir das tun, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Amesbauer: Das ist ja nicht das, was ihr macht!)

Jetzt, noch vor dem Jahreswechsel, kommen auch die ersten Impfstoffe nach Österreich. Wir bekommen bis März 900 000 Dosen. Wir hoffen, dass sich genügend Menschen impfen lassen, beginnend mit dem Gesundheitspersonal und der älteren Generation als Hochrisikogruppe. Nur so, meine geschätzten Damen und Herren, werden wir dieses Virus gemeinsam einigermaßen bewältigen können.

Abschließend ist mir eines schon auch noch wichtig, zu erwähnen: Es gibt auch vernünftige Kräfte in der FPÖ, beginnend mit Präsidenten Hofer, der die Situation in den Pflegeheimen aus der eigenen Familie kennt und zu Recht gesagt hat, dass es notwendig ist, dort zu testen. Er hat das auch im Frühjahr schon verlangt. Das ist wenigstens ein konstruktiver Beitrag und bringt wenigstens auch für die Sache etwas. Von Kollegen Kickl hören wir keine konstruktiven Vorschläge. Es kommen nur kampf­rhetorische Tiraden, die der Sache nicht dienen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

Und auch du, Herr Klubobmann, bist von deinen Wählerinnen und Wählern dafür gewählt, um dafür zu sorgen, dass wir gemeinsam aus dieser Situation herauskommen. Deshalb appelliere ich noch einmal auch an die Freiheitliche Partei, hier keine Unwahr­heiten zu verbreiten, keine Ängste vor dem Testen und vor dem Impfen zu schüren, sondern zu animieren, zu appellieren und zu ersuchen, dass man davon Gebrauch macht. Nur so werden wir diese Situation einigermaßen bestehen.

Es stehen die Weihnachtstage bevor, meine Damen und Herren. Trotz dieser schwie­rigen, herausfordernden Situation wünsche ich Ihnen allen ein paar ruhige, schöne Weih­nachtsfeiertage, in denen hoffentlich die Maßnahmen, die gesetzt wurden, eingehalten werden, damit wir ein besseres Jahr 2021 bekommen, damit wir gemeinsam aus dieser schwierigen Situation herauskommen und damit wir dann im nächsten Sommer wieder Licht am Ende des Tunnels haben. Das ist die Verantwortung, die wir haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)

14.54


Präsidentin Doris Bures: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek. – Bitte, Frau Abgeordnete.


14.54.16

Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Mitglieder der Bundesregierung! Ich glaube, menschlich notwendig wäre, dass wir über


HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite