Leute in drei Tagen durch eine solche Testung schicken. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz. – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Das Fatale an der ganzen Sache ist: Es geht Ihnen ja schon lange nicht mehr um die Gesundheit der Menschen. Das wissen Sie doch, dass Massentests überhaupt nichts mit dem soliden Gewinn von gesundheitsstrategischen Erkenntnissen zu tun haben, nicht einmal ansatzweise. Ich habe es Ihnen heute schon gesagt, da brauchen Sie nur das eigene Papier, die Teststrategie des Gesundheitsministeriums, zu lesen, dann wissen Sie, was los ist.
Nein, es ist etwas ganz anderes, das Sie reitet: Es ist gekränkte Eitelkeit, die in der Zwischenzeit zur bestimmenden Konstante, zu Ihrem bestimmenden politischen Motiv geworden ist. Sie können es einfach nicht verkraften, dass die Österreicher ein gutes Gefühl und einen guten Instinkt dafür haben, dass es nichts bringt, wenn man sich testen lässt, weil das Ergebnis dieses Tests in kürzester Zeit schon wieder sinnlos ist. Das ist so ähnlich wie eine Fußspur, die Sie im Saharasand hinterlassen: Wenn sie sich umdrehen, ist sie auch schon wieder weg – und wenn Sie Pech haben, dann verlassen sie die Teststraße und stecken sich beim Heimfahren mit dem öffentlichen Verkehrsmittel an. (Abg. Gabriela Schwarz: ... keine Masken ...!) Die Menschen haben ein gutes Gespür dafür, und das war auch der Grund, warum so viele gesagt haben, sie nehmen an diesen Testungen nicht teil. – Ja, Frau Abgeordnete Schwarz, Sie können sich zwei Sonden implantieren lassen, die dann sozusagen jeden Tag eine Dauermeldung über Ihren Status abgeben, weil es ein bisschen aufwendig werden wird, wenn Sie sich alle zwei Tage in die Nase fahren lassen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Leute haben Ihnen allerdings die Gefolgschaft verweigert – und dafür müssen sie bestraft werden. Nach außen treten Sie dann ganz cool hin und verkünden mit einer Eiseskälte dieses Erpressungsmodell gegenüber der eigenen Bevölkerung. Ich kenne Sie aber auch schon ein bisschen, ich weiß, innen drin brodelt es ganz gewaltig, innen drin kocht es in Sebastian Kurz, weil man diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen kann.
Ehrlich gesagt, Herr Bundeskanzler, ich muss Ihnen das sagen: Sie tun mir leid, Sie tun mir leid ob dieser Motivation, die Sie antreibt, ich kann aber keine Rücksicht darauf nehmen, weil ich es für gefährlich halte, dass unser Land von einer narzisstischen Persönlichkeit geprägt wird, die nun in ihrer Eitelkeit verletzt ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist der Grund dafür, warum Sie die Maßnahmen am Freitag so gesetzt haben, wie Sie sie setzen (Abg. Prinz: ... Kickl!) – fakten- und evidenzbefreit.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Herr Bundeskanzler, kommen Sie mir nun auch bitte nicht mit Ihren Zahlenketten von positiv Getesteten daher, die ja noch lange keine Infizierten sind, die noch lange keine Kranken sind und die schon gar keine Intensivpatienten sind! Sie manschen das in Ihrer Angststrategie alles immer durcheinander. Kommen Sie mir auch nicht mit Inzidenzen und R-Werten daher, weil wir ja in der Zwischenzeit wissen, dass Sie sich immer nur den Teil herauspicken, der Ihnen gerade passt, der sozusagen Ihr gegenwärtiges Propagandamodell entsprechend stützt! Sie haben es in der Zwischenzeit so weit gebracht, dass man Ihnen nicht einmal mehr eine seriöse Zahl abnimmt – das ist auch eine Leistung, nach einem Jahr Coronamanagement. Sie wissen, dass die negativen Spitzenwerte im Spitalsbereich und bei den Intensivpatienten schon vor Beginn des zweiten harten Lockdowns erreicht gewesen sind, Sie wissen, dass die Höchstwerte bei den positiv Getesteten und bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz schon einige Tage davor, noch in der ersten Novemberhälfte, erreicht worden sind.
Jetzt können Sie aber nicht hergehen und sagen, dass Ihre Maßnahmen – das heißt der harte Lockdown, der gerade hinter uns liegt – dafür verantwortlich waren; das war
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