Was Frau Bundesministerin Gewessler aufgezeigt hat, ist auch die Tatsache, dass Inlandsflüge durch ausgebaute, durch gut ausgebaute Bahnverbindungen, insbesondere gute Tagesrandverbindungen ersetzt werden können. Ich glaube, das Wesentliche im Luftverkehr ist, dass betreffend Inlandsflüge, gerade von Salzburg (Zwischenruf des Abg. Rauch), Herr Kollege Rauch, und auch von Graz entsprechende Maßnahmen getroffen werden. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Ich möchte damit eine Lanze für die Nachtschiene brechen, die neben dem Luftverkehr – und nicht immer nur statt, sondern beides sind ganz wichtige Bausteine – nach Brüssel, nach Paris, nach Berlin, nach Amsterdam, nach Hamburg, nach Rom besteht. Das sind, glaube ich, wichtige Verbindungen, die wir stärken. Wir setzen hier europäische Maßstäbe, indem wir mit den Österreichischen Bundesbahnen diese Nachtschiene wieder beleben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ja, es wird in Zukunft mit dem Auto gefahren, geflogen, mit der Bahn gefahren, geradelt, zu Fuß gegangen werden. Das schließt sich nicht gegenseitig aus. Es braucht in Zukunft, wenn wir klimaverträglich unterwegs sind, einen guten Mix. Auf diesen Mix kommt es an, gerade die Bahn bietet hier, glaube ich, sehr viele Alternativen.
Inlandsflüge sind keine Ideologie, Herr Kollege Rauch, sondern im Grunde genommen ersetzbar. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Das ist nämlich Hausverstandspolitik. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Im Sinne der Kostengerechtigkeit im Luftverkehr ist mir eines noch wichtig, an dieser Stelle zu erwähnen, nämlich gerade heute, Frau Ministerin, die Erwähnung, dass gemeinsam mit Luxemburg und Belgien ein wesentlicher Schritt in Richtung europäische Kostengerechtigkeit, nämlich was die Kerosinbesteuerung anbelangt, gemacht werden kann. Ich glaube, das ist ein wesentlicher und richtiger Schritt. Wir wissen, dass es da eine europäische Lösung und einen europäischen Vorschlag braucht.
Zuallerletzt: Lassen wir uns auf neue Wege ein! Ersetzen wir Flugkilometer dort, wo es gut geht, und reisen und fliegen wir trotzdem mit einem Flugzeug in den Urlaub! Das ist kein Verbot, sondern: Das, was wir haben, sollen wir nutzen (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), klimaverträglich und auf jeden Fall im Bewusstsein, dass es mit voller Energie eine Mobilitätswende braucht, wer auch immer wo unterwegs ist. Ich wünsche allen eine gute Bahnfahrt, einen guten Flug und eine sichere Autofahrt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
19.18
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Dipl.-Kffr. Elisabeth Pfurtscheller. – Bitte schön, Frau Abgeordnete.
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Kollegen haben jetzt schon sehr profund ausgeführt, was mit den beiden Gesetzen umgesetzt werden soll. Ich möchte Sie jetzt noch ein bisschen in Sommerstimmung versetzen. Flughäfen sind die Tore zur Welt. Lehnen Sie sich jetzt einfach zurück (Beifall des Abg. Hörl), und im Angesicht der kurzen Sommerferien oder der kurzen Ruhepause, die wir vielleicht haben werden, die wir morgen starten können, stellen Sie sich einfach dieses Gefühl vor, wenn man weiß, man darf eine Reise antreten, man kann zum Flugplatz fahren, dieses kribbelnde Gefühl, das man da hat, und zieht den Koffer hinter sich her und denkt sich: So, und jetzt habe ich einmal eine Woche frei! Ich glaube, das können wir alle sehr gut nachvollziehen.
Leider ist uns dieses Gefühl in den letzten Monaten beziehungsweise in den letzten eineinhalb Jahren aufgrund der Coronapandemie abhandengekommen. Ich glaube, wir
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite