Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll135. Sitzung, 135. Sitzung des Nationalrats vom 15. Dezember 2021 / Seite 215

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Und weiter: „Die Anzahl der berichteten Nebenwirkungen der COVID-19-Impstoffe kann man nur als erschreckend bezeichnen“. Sie kennen meine Redebeiträge! (Abg. Gabriela Schwarz: Ja, leider!) Ich habe darauf hingewiesen. Was Sie weiterhin bringen, ist Gelächter in unsere Richtung, aber die Bevölkerung draußen weiß, dass wir als Freiheit­liche Partei recht haben. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei den Grünen.)

Nun kurz zu unserem Antrag betreffend „kein Maskenzwang im Unterricht“ (eine Tafel mit der Überschrift „Verwendung von Masken bei Kindern verursacht:“ mit einer folgen­den Aufzählung auf das Rednerpult stellend): Herr Minister, Sie testen die Schüler in der Früh, 90 Prozent der Lehrer sind geimpft. Sie bestätigen die Meinung der Freiheitlichen Partei, weil Sie nicht an die Testungen und auch nicht an die Impfungen glauben. Wenn Sie nämlich an beides glauben würden – was Sie ja ehrlich nicht tun –, müssten Sie ja nicht noch auch eine Maske vorschreiben. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Das ist ja, bitte, widersprüchlich! Testen in der Früh plus Maske ergibt ja überhaupt keinen Sinn.

Jeder von uns, der stundenlang eine Maske aufhat und aufhaben muss, weiß, wie beschwerlich das ist. Seit letztem Jahr gibt es eine Umfrage – ihr seid ja immer unwis­senschaftlich unterwegs! – der Universität Witten, die bei immerhin 25 930 Kindern zu folgendem Ergebnis gekommen ist: 60 Prozent klagen über Reizbarkeit, 53 Prozent über Kopfschmerzen, 50 Prozent haben Konzentrationsschwierigkeiten, 49 Prozent sind we­niger glücklich. Sie wissen das, und trotzdem schreiben Sie das vor. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)

Es ist doch unmöglich, mit der Maske im Klassenzimmer zu sitzen und auch noch kon­zentriert arbeiten zu können. Jetzt haben unsere Kinder eh schon einen Bildungsverlust durch die Schulschließungen erfahren, und jetzt setzen Sie ihnen zusätzlich zum Testen auch noch die Maske auf. Das geht nicht! (Zwischenruf des Abg. Litschauer.)

Wir bedauern, dass Sie unseren Antrag ablehnen, aber die Bevölkerung draußen weiß, dass wir als Freiheitliche Partei recht haben. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Obernosterer: Das war wieder einmal eine wissenschaftliche Rede!)

15.22


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Shetty. – Bitte sehr, das Wort steht bei Ihnen.


15.22.15

Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Minister! Lassen Sie mich zuerst vielleicht noch kurz auf den Beitrag des Kollegen Hauser reagieren. Ich möchte gleich vorausschicken: Ich halte nicht wirklich viel von solchen Aussagen, wie wir sie in der letzten Woche immer wieder gehört haben, dass die FPÖ Blut an ihren Händen hat und dass sie alle Faschisten seien. Ich glaube, man kann Dinge ein bisschen differenzierter als schwarz-weiß sehen.

Es gibt auch in der FPÖ immer mehr vernünftige Stimmen im Zusammenhang mit Corona, die sagen: So, wie es läuft, geht es in die falsche Richtung. Das Problem ist – deswegen ist man verführt, solche Aussagen zu tätigen –, dass am lautesten jene Stimmen wie Ihre, Herr Kollege Hauser, oder von Frau Kollegin Belakowitsch sind. Sie halten Brutaloreden, kommen hier heraus, um Pferdeentwurmungsmittel auszupacken, und behaupten, dass auf den Intensivstationen mehr Menschen mit Impfschäden liegen als Menschen, die an Corona erkrankt sind. Das ist das Problem, und deswegen müssen Sie sich das auch anhören. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)

 


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