Am Wahltag ins Wahllokal gehen, den Stimmzettel ansehen, sich womöglich doch noch spontan umentscheiden – so wird der 29. September für viele Österreicher:innen aussehen. Menschen mit Behinderungen stoßen jedoch auf mehrere Hürden, wenn sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen.
Das Parlament hat sich zwei Tage lang mit barrierefreiem Wählen auseinandergesetzt. An drei Stationen erzählten Menschen mit Behinderungen von ihren Erfahrungen und Herausforderungen beim Wahlvorgang. Besucher:innen konnten dabei selbst versuchen, mit einer Augenbinde und einem Blindenstock in die Wahlkabine zu finden oder mit einen Rollstuhl hinein zu fahren. Aber nicht jede Behinderung ist auf den ersten Blick sichtbar. Menschen mit Lernschwierigkeiten und psychischen Erkrankungen berichteten von ihren Erfahrungen und erzählten, wie sich Außenstehende zum Beispiel bei einer Panikattacke in der Wahlkabine verhalten können.