News 06.12.2023, 19:08

Ausschuss setzt Nulllohnrunde für Spitzenpolitiker:innen auf Schiene

Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker werden im kommenden Jahr keine Bezugserhöhung erhalten. Der Verfassungsausschuss des Nationalrats stimmte einhellig dafür, die Bezüge des Bundespräsidenten, der Regierungsmitglieder, der drei Nationalratspräsident:innen und anderer Spitzenrepräsentant:innen einzufrieren. Für die Abgeordneten und die Mitglieder des Bundesrats ist eine halbe Inflationsanpassung und somit eine Bezugserhöhung von 4,85 % vorgesehen. Gesetzlich wären die Bezüge um 9,7 % gestiegen. Nicht von der Nulllohnrunde umfasst sind Landespolitiker:innen, die Länder haben unterschiedliche Regelungen in Aussicht genommen.

Grünes Licht vom Ausschuss hat auch der zwischen Regierung und Beamten-Gewerkschaft vereinbarte Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst erhalten. Die Gehälter von Bundesbeamt:innen und Vertragsbediensteten werden demnach im kommenden Jahr um 9,15 % bzw. mindestens 192 € steigen. Für niedrige Bezüge bedeutet das ein Plus von 9,71 %. Kritik am Abschluss kommt von den NEOS, sie hätten sich mehr "Mäßigung" erwartet.

Diskutiert haben die Abgeordneten außerdem über Anträge der Opposition, die unter anderem die Schaffung von sozialen Grundrechten, höhere Grundgehälter für Exekutivbeamt:innen und eine Reduzierung des politischen Einflusses auf die Verwaltung zum Ziel haben.