News 18.06.2024, 11:28

Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Parlament eröffnet

Der Erste Weltkrieg forderte die Leben von 9,5 Millionen Soldaten und 6,5 Millionen Zivilist:innen, mehr als 21 Millionen blieben als Kriegsinvalide zurück. 2024 jährt sich sein Beginn zum 110. Mal. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka lud zu diesem Anlass zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Krieg aller gegen Alle? – Die Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg" ins Parlament ein. Nach Eröffnungsworten des Nationalratspräsidenten, in denen er Bezüge zur Gegenwart herstellte, hielt der ehemalige Vizepräsident Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Universitätsprofessor Arnold Suppan, einen Vortrag zu der von ihm kuratierten Ausstellung. Darin sprach er unter anderem von einer "seltsamen Mischung aus patriotischer Begeisterung, Ängsten und Unwissenheit", die in die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts geführt habe.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und Universitätsprofessor Arnold Suppan vor Exponaten

In der Säulenhalle werden dazu Photographien, Dokumente und Karten aus dem Heeresgeschichtlichen Museum, dem Österreichischen Staatsarchiv, der Parlamentsbibliothek und dem Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gezeigt. Die Exponate illustrieren die schweren militärischen Verluste, die zunehmende Ernährungskatastrophe für die Zivilbevölkerung, die innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen den Nationalitäten sowie die außenpolitische Niederlage mit dem Ende der Habsburgermonarchie.