Die Auszeichnungen für "herausragende publizistische Leistungen" im Sinne von Pressefreiheit und Menschenrechten erhielten die Redaktion von DOSSIER und das Team des Online-Mediums "andererseits". Der Karikaturist Gerhard Haderer wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Am internationalen Tag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, luden Presseclub Concordia und das Parlament zur Verleihung der diesjährigen Concordia-Preise. Die Auszeichnungen würdigen "hervorragende publizistische Leistungen für Menschenrechte, Demokratie und insbesondere für Presse- und Informationsfreiheit". So werden jedes Jahr journalistische Arbeiten ausgezeichnet, die als vorbildlich für unabhängige und kritische Berichterstattung angesehen werden.
Mit dem Preis in der Kategorie Pressefreiheit wurde die Redaktion von "DOSSIER" ausgezeichnet. Besonders hob die Jury hervor, dass die Zeitschrift eines der ersten Medien war, das auf das Problem der Vergabe von Inseraten durch öffentliche Stellen hingewiesen habe. Den Preis der Kategorie Menschenrechte vergab die Jury an das Team des inklusiven Online-Mediums "andererseits". Hervorgehoben wurde die Dokumentation "Das Spendenproblem", in der die Redaktion die Spendenaktion "Licht ins Dunkel" kritisch beleuchtet hat. Den Ehrenpreis der Concordia für das Lebenswerk erhielt der bekannte Karikaturist Gerhard Haderer.
Die zweite Präsidentin des Nationalrats, Doris Bures, wies in ihren Begrüßungsworten auf die Bedeutung von unabhängigen Journalismus und Demokratie hin. In der Begrüßung von Concordia-Präsident Andreas Koller und in den Dankesreden der Preisträger:innen wurden auch kritische Anmerkungen zur aktuellen Medienpolitik gemacht. Koller sah etwa den Umgang mit der "Wiener Zeitung" als "schwere medienpolitische Fehlentscheidung" und beklagte die Unterdotierung des Österreichischen Presserats.