Am 29. April übernahm die Provisorischen Staatsregierung in einem Festakt das Hohe Haus am Ring wieder als Parlament der Republik Österreich. Mit dabei waren zwei ehemalige Mitarbeiter aus der Zeit der Ersten Republik, die Stenographen Theodor Alt und Josef Meier. In den letzten Kriegswochen war das Parlamentsgebäude nur knapp der völligen Zerstörung entgangen. Seit 1938 hatten die Nationalsozialisten es als Wiener "Gauhaus" zweckentfremdet.
Die Säulenhalle wurde durch Bombentreffer beschädigt. Generell hatte während des Krieges 60 % der Bausubstanz im Parlament Schäden erlitten. 20 % des Hauses wurden als "schwer beschädigt", 15 % sogar als "völlig zerstört" befunden. Zudem war noch Munition im Hohen Haus gelagert.