Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Ergebnisse des Jahresberichts 2023 des Europäischen Rechnungshofs. Berger hob hervor, dass die Einnahmen ordnungsgemäß verbucht wurden. Allerdings zeigte sich erneut eine steigende Fehlerquote bei den Ausgaben. Besonders hoch war diese im Bereich Kohäsion, wo sie mit 9,3 % deutlich über dem Vorjahreswert von 6,4 % lag. Als häufigste Fehlerursachen wurden Zahlungen für nicht förderfähige Kosten, Projekte oder Begünstigte sowie Verstöße gegen Vorschriften zu öffentlichen Vergabeverfahren und Beihilfen identifiziert.
Für die Aufbau- und Resilienzfazilität erteilte der EuRH erneut nur ein eingeschränktes Prüfungsurteil. Grund dafür war, dass bei den Zahlungen nicht alle Voraussetzungen erfüllt waren und in den Kontrollsystemen der Mitgliedstaaten Schwachstellen festgestellt wurden. In Österreich führte der EuRH zudem Stichproben in den Bereichen Wettbewerb und Landwirtschaft durch. In beiden Ausgabenbereichen wurden Fehler festgestellt, die finanzielle Auswirkungen auf den EU-Haushalt hatten.