Die Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften könnten es ermöglichen, auf globaler Ebene schneller und besser auf Gesundheitskrisen zu reagieren, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Das Änderungspaket ziele darauf ab, die weltweite Bereitschaft, Überwachung und Reaktion auf Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit, einschließlich Pandemien, zu stärken.
Aktuell behandelt das Europäische Parlament einen von der Kommission vorgelegten Entwurf für einen EU-Ratsbeschluss, mit dem die Mitgliedsstaaten eingeladen werden sollen, die Änderungen anzunehmen. Noch im Mai wird mit der Zustimmung des Europäischen Parlaments gerechnet, danach solle der innerstaatliche Annahmeprozess erfolgen.
Ablehnung für das WHO-Pandemieabkommen gibt es von der FPÖ. Die ÖVP unterstrich die Wichtigkeit von internationaler Zusammenarbeit. Man wolle die im Abkommen enthaltenen Änderungen genau prüfen, "fragwürdige Punkte" sollten rechtzeitig geklärt werden. Mandatare der SPÖ sprachen sich für internationale Solidarität aus. Seitens der Grünen wurde die Bedeutung von Wissens-, Technologie- und Medikamententransfer bei Pandemien betont. Die Mandatarin der NEOS sagte, dass die gemeinsame Beschaffung von Impfstoffen während der Corona-Pandemie gut gewesen sei.