Einen Stock tiefer haben die Visagistinnen der Medien Station bezogen. Sie schminken und frisieren dort ihre Moderator:innen und deren Gäste – etwa Spitzenkandidat:innen oder deren andere Interviewpartner:innen. Das sind beispielsweise Politikwissenschaftler:innen, Kommunikationsexpert:innen oder Expert:innen anderer Medien. Sie alle haben sich ebenso wie die Medienvertreter:innen im Vorhinein akkreditiert und müssen durch den Sicherheitscheck, um ins Parlament zu kommen. Eine Schleuse wie am Flughafen: Das Handgepäck wird durchleuchtet, die Personen gehen durch den Metalldetektor. Vier solcher Schleusen gibt es mit je vier Securitys. Außerdem ist ein Team von Polizeibeamt:innen und Sicherheitspersonen im Hohen Haus und davor. Um 15 Uhr treffen die ersten Spitzenkandidat:innen ein, so etwa Irina Vána von GAZA, Dominik Wlazny (Bierpartei) hat sich für 18 Uhr angekündigt, im Laufe des Abends werden dann alle im Parlament für Interviews zur Verfügung stehen - für Print, Radio, Online und TV. Neben den stationären TV-Studios von ORF, Servus-TV und Puls24 rund um die Säulenhalle sind weitere TV-Stationen im Lokal Elise Richter eingerichtet. Mobile Teams schwirren mit Mikros und Kameras durch das Haus.
Das Medienzentrum in dieser Form hat heute Premiere: Es ist das erste Mal im Parlament seit dem Umbau. Die Vorbereitungen darauf dauerten Monate. In der Vorwoche gab es Schließtage. Es wurden etwa Transparente aufgestellt, in der Säulenhalle ein Segel aufgehängt, um die Akustik zu verbessern, Teppiche verlegt, eine Tribüne aufgebaut und Stehtische aufgestellt.
Während es vor den Wahlurnen bereits ruhiger wird, wird es im Parlament immer lebhafter. Die Journalist:innen, Techniker:innen, Politiker:innen und Mitarbeiter:innen im Medienzentrum des Parlaments fiebern den ersten Hochrechnungen entgegen, so wie die Menschen vor den Bildschirmen.