Am Dienstagabend wurde die internationale Antisemitismuskonferenz im Beisein von parlamentarischen Vertreter:innen zahlreicher Nationen, etwa der Schweiz, Kanada, Belgien, Deutschland, Ungarn sowie Israel, Vertreter:innen der jüdischen Gemeinden und Organisationen und weiteren Konferenzteilnehmenden offiziell eröffnet.
Feierliche Eröffnung der Antisemitismuskonferenz im Parlament
Ohana: "Was in Israel passiert, endet nicht in Israel"
Im Vorfeld trafen Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und sein israelischer Amtskollege zu einem Gespräch zusammen.
Die Antisemitismuskonferenz sei in Zeiten wie diesen notwendiger denn je, betonte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka in einem gemeinsamen Pressestatement mit dem Präsidenten der israelischen Knesset Amir Ohana. Denn die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten seien in Europa und der ganzen Welt mehr als deutlich spürbar.
Sobotka sprach insbesondere den ansteigenden Antisemitismus in vielen Ländern Europas und der westlichen Welt an. Die jüdischen Gemeinden würden sich nicht mehr sicher fühlen, sagte er. Es sei ihm deshalb ein großes Anliegen, erstmals Vertreter:innen der jüdischen Community mit Parlamentarier:innen zusammenzubringen. Denn es sei notwendig, Mitglieder von Parlamenten hautnah mit dem Thema zu konfrontieren.
Der Präsident der israelischen Knesset Amir Ohana betonte, dass die Teilnehmer:innen der Konferenz in Wien zusammenkommen, um das Leben und die Freiheit gegen die doppelte Bedrohung durch Antisemitismus und Terrorismus zu verteidigen. "Was in Israel passiert, endet nicht in Israel", sagte Ohana mit Blick auf den kürzlich von einem Österreicher verübten Anschlag nahe dem israelischen Generalkonsulat in München oder die Anschlagspläne rund um die Taylor-Swift-Konzerte in Wien.
Doch die Terroristen würden nicht für Österreich sprechen, so Ohana. Vielmehr würde die heute beginnende Antisemitismuskonferenz mit ihren Zielen die moralischen Werte Österreichs zeigen. Der israelische Parlamentspräsident dankte seinem österreichischen Amtskollegen für dessen Kampf gegen Terror und Tragödien.