Die Grünen haben die Hitzewellen dieses Sommers und die verbreitete Dürre in Österreich zum Anlass genommen, um im Parlament auf die rasche Beschlussfassung eines Klimaschutzgesetzes mit verbindlichen Zielen zu drängen. Es brauche einen Ausstiegsplan aus fossiler Energie, mehr Tempo bei erneuerbaren Energieträgern und einen Abbau klimaschädlicher Subventionen, hob Grünen-Chefin Leonore Gewessler in einer Sondersitzung des Nationalrats hervor. Außerdem fordern die Grünen einen Ausbau der Regenwassernutzung, ein engmaschiges Wassermonitoring und ein transparentes Wasserentnahmeregister sowie mehr Bodenschutz und Renaturierung, um der Trockenheit entgegenzuwirken. Zu Verbesserung des Hitzeschutzes müssten Kindergärten, Spitäler, Pflegeheime und Schulen gekühlt und das Wohn- und Mietrecht klimafit gemacht werden. Auch ein wirksamer Schutz für Beschäftigte bei extremer Hitze und ein freier Eintritt in Freibäder ab 35 Grad sind den Grünen ein Anliegen.
Trotz des Hitzesommers und hunderten Hitzetoten seien ÖVP, SPÖ und NEOS untätig geblieben, kritisierte Gewessler. Zudem registriert sie eine besorgniserregende Trendwende bei den Treibhausgasemissionen. Der FPÖ warf sie vor, "perfide" zu argumentieren und vom Klimawandel betroffene Menschen zu "verachten".
Die Grünen forderten im Nationalrat die rasche Beschlussfassung eines Klimaschutzgesetzes mit verbindlichen Zielen.